Günther Maria Halmers letzter Film
Drei Todesfälle überschatten ARD-Produktion

Am 31. Juli zeigt die ARD den Film «Servus Eddie – Spätes Glück». Viele Zuschauer dürften mit einem weinenden Auge zusehen, denn hinter dem TV-Film steckt eine besonders tragische Geschichte.
Kommentieren
1/5
Die ARD zeigt Günther Maria Halmers letzten Film.
Foto: imago/Lindenthaler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der ARD-Film «Servus Eddie» wird von drei Todesfällen überschattet
  • Hauptdarsteller Günther Maria Halmer starb im Mai 2026 an Krebs
  • Elmar Wepper (†79) und Michael Verhoeven (†85) starben vor Drehbeginn
Sophie_Ofer_Redaktorin People Desk_Blick _ Ringier AG_3.jpg
Sophie OferRedaktorin People

Über den neuen ARD-Film «Servus Eddie – Spätes Glück» werfen gleich mehrere Todesfälle ihre Schatten. Für die Zuschauer könnte der Fernsehabend also auch über die Handlung des Films hinaus emotional werden.

Der ursprünglich vorgesehene Hauptdarsteller, der spätere Hauptdarsteller sowie auch der Mann, der die Idee für den Film geliefert hat, sind allesamt noch vor der TV-Ausstrahlung verstorben. 

Zwei Schicksalsschläge vor Drehbeginn

Zunächst sollte Elmar Wepper die Hauptrolle des Films spielen. Man hatte die Figur des obdachlosen Adam Einmiller, der nach einem Schicksalsschlag alles verloren hat, sogar eigens für ihn entwickelt. Im Alter von 79 starb Wepper im Oktober 2023 unerwartet an Herzversagen. Den Beginn der Dreharbeiten erlebte er nicht mehr.

Nach Weppers tragischem Tod musste die Hauptrolle neu besetzt werden. Man vergab die Rolle an den «Münchner Geschichten»-Star Günther Maria Halmer, der den Adam Einmiller dann spielte. 

Wenige Monate vor dem Drehstart kam es bereits zum zweiten Schicksalsschlag für die Menschen hinter der Filmproduktion. Im Frühjahr 2024 starb Michael Verhoeven, der Vater des Produzenten Luca Verhoeven. Er wurde 85 Jahre alt.

Besonders tragisch: Verhoeven hatte seinen Sohn einst auf die Idee für den Film gebracht, dessen Verwirklichung er schliesslich nicht mehr miterleben sollte. Für Luca Verhoeven ist der Film darum auch eine Hommage an seinen verstorbenen Vater.

«Er hinterlässt eine riesige Lücke»

2026 kam es dann zum dritten Trauerfall, der seine Schatten über die TV-Produktion wirft. Günther Maria Halmer (†83) ist im Mai an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. «Das ist so tragisch. Ich hätte mir gewünscht, dass Günther den Film, den er massgeblich mitgetragen hat, noch hätte sehen können», sagt Produzent Luca Verhoeven zu «Bild».

Es sei ein «menschliches Vergnügen» gewesen, mit Halmer zu drehen. «Am Set hingen wir alle an seinen Lippen. Er hat die Rolle grandios gespielt und die Dreharbeiten bei teilweise 30 Grad tapfer durchgehalten. Er hinterlässt eine riesige Lücke.»

Mit «Servus Eddie – Spätes Glück» wird somit am Freitagabend Halmers letzter Film ausgestrahlt. Im Zentrum der Handlung steht der Münchner Polizist Eddie Kolozecik, gespielt von Maximilian Brückner, der bei einem missglückten Einsatz auf den obdachlosen Adam Einmiller trifft. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine rührende Geschichte über Schuld und Versöhnung.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen