Der Skandal um den ältesten Sohn der norwegischen Königin nimmt einfach kein Ende. Wie norwegische Medien berichten, hat ein dortiges Gericht entschieden, dass die Berufung des 29-Jährigen zugelassen wird. Das bedeutet: Der Fall muss neu aufgerollt werden.
Schwerwiegende Vorwürfe bringen Monarchen in Bedrängnis
Im Zentrum der Justizaffäre stehen äusserst gravierende Anschuldigungen. Dem Ziehsohn von Norwegens neuem König Haakon (53) wird unter anderem vorgeworfen, zwei Vergewaltigungen begangen zu haben.
Borg Høiby war im Vorfeld bereits zu vier Jahren Haft verurteilt worden, legte jedoch umgehend Berufung gegen das Urteil ein. Nun hat das zuständige Berufungsgericht grünes Licht für eine erneute Verhandlung gegeben. Der genaue Termin für den neuen Prozess steht zwar noch nicht fest, doch fest steht schon jetzt: Auf die norwegische Königsfamilie rollt das nächste mediale Gewitter zu.
Nächster Schock nach der Trauer um Harald V. (†89)
Der Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung könnte für das Palast-Establishment kaum bitterer sein. Erst gestern erwies Norwegen dem verstorbenen König Harald V. bei einer Staats-Trauerfeier die letzte Ehre.
Der Berufungsentscheid beinhaltet allerdings auch ein gewisses Risiko für den Angeklagten selbst. Die Staatsanwaltschaft, die im ursprünglichen Verfahren über sieben Jahre Gefängnis gefordert hatte, deutete bereits an, bei einer Neuverhandlung ebenfalls auf eine deutlich höhere Strafe als das bisherige Strafmass von vier Jahren zu drängen.
Schaffen es die Royals aus der Krise?
Für Königin Mette-Marit (53) und König Haakon ist die Situation ein Dauerthema, das das Ansehen der Krone immens belastet. Zwar gehört Marius Borg Høiby als Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung offiziell nicht zum norwegischen Königshaus und nimmt keine offiziellen Aufgaben wahr, dennoch überschatteten die Vorwürfe und Festnahmen der Vergangenheit die Amtsgeschäfte der Royals immer wieder.