Auch Massenmörder Breivik sass dort ein
Marius Borg Høiby wird in Hochsicherheitsgefängnis verlegt

Noch sitzt Marius Borg Høiby in U-Haft. Trotzdem wurde er jetzt in eine Haftanstalt verlegt, die eigentlich Schwerstkriminellen und Massenmördern vorbehalten ist.
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Marius Borg Høiby wurde in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt.
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marius Borg Høiby, angeklagt in 40 Fällen, bleibt in U-Haft
  • Er wurde ins Ila-Gefängnis bei Oslo mit strengen Regeln verlegt
  • Das Osloer Gefängnis wird geschlossen, Ila bietet Platz für 124 Häftlinge
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Sophie OferRedaktorin People

Marius Borg Høiby (29) wartet derzeit auf sein Gerichtsurteil. Noch sitzt der in 40 Punkten Angeklagte in U-Haft, kommenden Montag, 15. Juni, soll verkündet werden, welche Strafe das Gericht für ihn verhängt respektive wie viele Jahre Haft auf ihn warten. 

Vor kurzem wurde Høibys Antrag abgelehnt, aus der U-Haft entlassen zu werden, um in der Nähe seiner kranken Mutter zu sein. Kurz vor dem Urteilstag musste Høiby nun offenbar auch noch die Haftanstalt wechseln. 

Dort sitzen Norwegens gefährlichste Verbrecher

Beim Haftprüfungstermin vergangenen Montag wurde bekannt, dass Høiby ins Ila-Gefängnis bei Oslo wechseln sollte. Laut der norwegischen Zeitung «Se og Hör» soll er am Donnerstag in die Haftanstalt gebracht worden sein. Es handelt sich um eine der sichersten Haft- und Verwahrungsanstalten des Landes. Einige der gefährlichsten Verbrecher Norwegens, darunter Gewalt- und Sexualstraftäter, verbüssten schon ihre Haftstrafen im Ila-Gefängnis. 

Einer von ihnen ist Anders Behring Breivik (47), der am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet und Hunderte verletzt hatte. Der rechtsterroristische und islamfeindliche Massenmörder wurde zur Höchststrafe von 21 Jahren mit anschliessender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Mittlerweile wurde Breivik in ein anderes Gefängnis verlegt.

Auch der Mörder Varg Vikernes (53) zählte früher zu den Häftlingen. Der rechtsradikale Terrorist und Mörder Philip Manshaus (28) und der 2023 in Moskau verstorbene Politiker und Sowjet-Spion Arne Treholt (†80) sassen ebenfalls schon im Ila-Gefängnis ein.

Wird er im Ila-Gefängnis bleiben?

Der Grund für Høibys Verlegung ist die endgültige Schliessung des Osloer Gefängnisses am 15. Juni. Das Gebäude soll abgerissen und neu gebaut werden. Die rund 200 Häftlinge werden allesamt verlegt.

Das Ila-Gefängnis ist eine Haftanstalt, die für Häftlinge vorgesehen ist, die sehr schwere Straftaten begangen haben. Darunter fallen U-Häftlinge wie Høiby eigentlich nicht. Ila hat Platz für 124 Personen, die meisten von ihnen befinden sich in Sicherheitsverwahrung.

Es ist noch nicht bekannt, ob Høiby im Fall einer Verurteilung zur Haftstrafe am Montag im Ila-Gefängnis bleiben wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er in eine kleinere Haftanstalt gebracht wird, falls er nur eine geringe Gefängnisstrafe bekommt.

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