Darum gehts
- Julian Krenn (22) spielt Benni in der RTL-Serie «GZSZ»
- Der Schauspieler spricht sechs Sprachen und thematisiert Identität und Zugehörigkeit
- Erste Filmrolle 2020, zuletzt stand er mit Adam Driver vor der Kamera
Julian Krenn (22) hat Grosses vor. Seit seinem Umzug von Budapest nach Potsdam lebt der Schauspieler seinen Traum: Er ist das neue Gesicht bei der erfolgreichen RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» (GZSZ). Mit seiner Rolle als Benni taucht er in die Welt eines 16-Jährigen ein, der impulsiv, extrovertiert, voller Widersprüche und dennoch verletzlich ist. «Mich hat an Benni sofort sein Hintergrund, sein Alter und vor allem seine Persönlichkeit gereizt. Er ist einfach irgendwie cool», sagt Krenn im Interview mit RTL.
Die Parallelen zwischen Krenn und seiner Rolle sind unverkennbar. Der 22-Jährige wurde in Budapest geboren, wuchs unter anderem in Prag auf und spricht sechs Sprachen – Deutsch, Englisch, Ungarisch, Französisch, Italienisch und Tschechisch. Fragen nach Identität und Zugehörigkeit begleiten ihn seit seiner Kindheit. «Die Welt hat mich zerrissen, und ich habe mich in sie verliebt deswegen», erklärt er. Diese Erfahrungen prägen nicht nur ihn, sondern auch seine Interpretation von Benni. «Durch meinen eigenen Hintergrund begleiten mich die Themen Zugehörigkeit und Identität schon mein ganzes Leben. Benni trägt ähnliche Fragen in sich – natürlich auf seine ganz eigene Art.»
Von der Hollywood-Leinwand auf den RTL-Bildschirm
Der Weg nach Deutschland war ein grosser Schritt für Krenn, der bereits international Erfolge feierte. Seine erste Rolle vor der Kamera hatte er 2020 im englischsprachigen Film «Silent Zone». Es folgten Auftritte in Serien wie «FBI: International» und der Netflix-Produktion «Death by Lightning». Zuletzt stand er mit Adam Driver (42) und Elle Fanning (28) oder Uma Thurman (56) vor der Kamera. «Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, offen für echte Zusammenarbeit zu sein. Gerade wenn man der Regie und den Mitspielenden vertraut, entsteht oft etwas, das man allein nie hätte planen können», erzählt er über seine Erfahrungen am Set.
Doch auch für Krenn gab es Herausforderungen. Der Schauspielberuf fordert seine Opfer, besonders im Privatleben. «Viele Beziehungen haben darunter gelitten oder sind daran zerbrochen. Einen Plan B hatte ich allerdings nie. Für mich gab es immer nur die Schauspielerei.» Trotz dieser Hürden bereut er nichts: «Dieses Leben hat mir gezeigt, dass der Mensch viel grenzenloser ist, als wir oft glauben.»
Er ist stolz darauf, Teil von «GZSZ» zu sein
Sein neuer Alltag bei «GZSZ» ist für den Schauspieler eine spannende Reise. «Mit jedem Drehtag entdecke ich neue Seiten an mir als Schauspieler und als Mensch. Dafür bin ich ‹GZSZ› und dem gesamten Team unglaublich dankbar.» Der Enthusiasmus ist ihm anzumerken, wenn er von den Dreharbeiten spricht. «Ich freue mich auf jeden einzelnen Drehtag – gefühlt immer mehr.»
Wenn er nicht vor der Kamera steht, sucht Krenn die Balance zwischen Bewegung und Kreativität. Schwimmen, Yoga und Skateboardfahren gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, ebenso wie Musik. «Musik ist für mich ein Weg, Emotionen auszudrücken und kreativ zu sein», sagt er. Nach langen Drehtagen entspannt er gerne bei Atemübungen, Meditation und Kochen. «Danach bereite ich mich in Ruhe auf den nächsten Tag vor.»