Darum gehts
- Fifa-WM-Halbzeitshow 2026 mit Stars wie Justin Bieber und Shakira
- 79 % der Blick-Leser finden: «Diese Show braucht niemand»
- BTS begeistert mit «Dynamite», Kritiker vermissen jedoch echte Gänsehautmomente
Mit einer neuen Halbzeitshow mit Weltstars, die etwas für die Musikvorlieben der verschiedensten Weltregionen bieten, wollte die Fifa den Final der Fussball-WM 2026 aufwerten. Gebracht hat das Engagement von Justin Bieber (32), der koreanischen Superband BTS und Shakira (49) aber nur bedingt etwas. «Ich mag viele dieser Künstler, aber ich fand das einfach nur Mist», urteilte die englische Fussball-Legende Wayne Rooney (40) in der «BBC».
Die voraufgezeichnete Madonna-Performance
Madonna hatte die Ehre, die Halbzeitshow zu eröffnen und machte mit ihrem Hit «Music» gleich die Botschaft klar: Musik bringt die Menschen zusammen. Ein Grossteil des Auftritts wurde voraufgezeichnet. Ob das die Konsequenz war aus Madonnas vielerorts kritisiertem Auftritt beim Eurovision Song Contest 2019? Auch die beiden Chauffeure ihres Gefährts irritierten: Ronaldo (49) und Ronaldinho (46). «Das ganze Bild meiner beiden Idole wurde zerstört. Jetzt habe ich sie nur noch so vor Augen. Da ist etwas kaputt gegangen», urteilte SRF-Fussballexperte Mladen Petric.
Der langweilige Justin Bieber
Die Anmoderation durch den fiktiven Fussballtrainer Ted Lasso (Jason Sudeikis, 50) aus der gleichnamigen Serie war da noch das Spannendste: Die Hitliste von Justin Bieber ist zwar lang («Baby», «Sorry», «Beauty and a Beat» und viele mehr), trotzdem entschied sich der kanadische Superstar dafür, eine abgeänderte Version von «Everything Halleluja» aus seinem Album «Swag II» auf der Gitarre zu spielen. Im Netz wird der Auftritt heftig diskutiert. Manche loben, dass Bieber nicht auf Spektakel setzt. Oft ist die Rede aber von Langeweile.
Chris Martin wird das Bühnenlicht nochmal gestohlen
Als Coldplay 2016 durch die Halbzeitshow des Super Bowls führten, witzelten viele, dass Gaststar Beyoncé (44) Frontmann Chris Martin (49) das Rampenlicht stahl. Nun passierte etwas Ähnliches beim Fifa-Final: Er teilte die Bühne mit einem Kinderchor und den Muppets. Der britische Musiker ging total in der Menge unter.
Die sicheren Werte: Shakira und BTS
Bereits zum dritten Mal steuert Shakira (49) den Song für eine Fussball-WM bei. Und nach «Waka Waka (This is Africa)» im Jahr 2010 und «La La La» im Jahr 2014 überzeugt auch «Dai Dai» im Duett mit Burna Boy (35).
Mit BTS engagierte die Fifa eine der angesagtesten Bands der Welt. Am Samstag spielte die koreanische Boyband noch ein Konzert ihrer aktuellen Welttournee in Paris, am Sonntag standen sie in New York auf der Bühne und performten ihren grössten Hit «Dynamite».
Fazit
Mit der neuen Halbzeitshow lieferte die Fifa viel Gesprächsstoff für diejenigen, die mit Fussball selbst überhaupt nichts anfangen können. Trotzdem sind auch Fernsehmacher nicht vollends überzeugt: «Es war eine schöne Inszenierung, aber es gab keinen Wow-Moment und keine Gänsehaut», urteilt Fernsehproduzent Marco Krämer (45), der mitverantwortlich für den ESC 2025 in Basel war. «In den rund zwölf Minuten sieht man das Publikum vor Ort kaum. Das finde ich krass. Es ist alles so durchgetaktet, dass man vergessen hat, dass es Publikum vor Ort hat. Das gehört einfach zu einer solchen Show dazu.»
Die Blick-Leserschaft ist sich in einer Umfrage einig: 79 Prozent finden: «Diese Show braucht niemand», während 13 Prozent sagen: «Toll, ein belebendes Ereignis im WM-Final». Nur 8 Prozent finden, die Idee sei gut, es brauche aber Verbesserungen.