Darum gehts
- Julia Meck (25) spricht über Gewaltvorwürfe gegen ihren Noch-Ehemann JP Kraemer
- Meck widerspricht Kraemers Behauptung «wechselseitiger Gewalt» und schildert Polizeieinsätze
- Sie ruft Betroffene auf, nicht zu schweigen: «Schweigen schützt die Täter»
Julia Meck (25) wird im Netz massiv angefeindet. Sie erhält Todes- und Vergewaltigungsdrohungen, auch ihre Familie wird beleidigt. Auslöser sind die Vorwürfe gegen ihren Noch-Ehemann Jean Pierre «JP» Kraemer (46), den ehemaligen «PS-Profis»-Moderator. Kraemer hat die Gewalt gegen seine Frau selbst eingeräumt. Nun äussert sich Meck erstmals ausführlich auf Instagram.
Lange hielt sie sich zurück. Jetzt schreibt Meck in einem langen Instagram-Beitrag: «Vieles habe ich hingenommen. Ich wollte mich aus einer öffentlichen Schlammschlacht heraushalten und mein Privatleben schützen. Aber ich lasse mir nicht alles gefallen.»
Besonders trifft sie ein Vorwurf ihres Noch-Ehemanns. Kraemer hatte in seinem Youtube-Video von Körperlichkeiten auf beiden Seiten gesprochen. Meck widerspricht: «Wenn ich nun höre, dass er von ‹wechselseitiger Gewalt› spricht, verletzt mich das zutiefst und macht mich fassungslos.»
Andere Geschichte zum Polizeieinsatz
Zum Polizeieinsatz am 26. Juli in der gemeinsamen Villa in Dortmund schildert sie den Ablauf so: Kraemer habe sie bedrängt, festgehalten und angeschrien. Sie habe sich gewehrt und ihn von sich gestossen. Danach sei sie weinend aus dem Haus gerannt und habe den Notruf gewählt. Sie habe um ihr Leben gefürchtet.
Auch beim ersten Polizeieinsatz widerspricht sie Kraemers Version. Ihr sei weder ein Rückkehrverbot erteilt worden, noch habe die Polizei etwas gegen sie unternommen.
Warum ist sie so lange geblieben? Meck erklärt es so: «Ich bin bei ihm geblieben, weil ich Angst hatte. Aber auch, weil ich an die Liebe geglaubt habe: an die Briefe, die Blumen und die Versprechen, dass alles nur ein Ausrutscher gewesen sei, dass er seine Therapie wieder aufnehmen und sich diesmal wirklich etwas ändern werde.» Am Ende habe sich nichts geändert.
Kraemer hatte die Streitigkeiten vor allem mit Geld erklärt und von fehlender Dankbarkeit gesprochen. Dem hält Meck entgegen: «Ich war nie auf einen Mann angewiesen. Schon vor unserer Beziehung stand ich finanziell auf eigenen Beinen.»
Vom Schlimmsten, sagt sie, sei sie jetzt weg. Sie wolle nach vorn schauen. Und sie hat eine Botschaft an andere Betroffene: «Wer sich in meiner Geschichte wiedererkennt, soll wissen: Schweigen schützt nur denjenigen, der Angst vor der Wahrheit hat.»