Mittermaier holte Olympiagold im Slalom und der Abfahrt
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Ihre grössten Erfolge:Mittermaier holte Olympiagold im Slalom und der Abfahrt

«Die schwerste Zeit meines Lebens»
Ameli Neureuther über den Tod ihrer Mutter Rosi Mittermaier (†72)

Anfang 2023 musste sich Ameli Neureuther von ihrer Mutter, der legendären Skirennläuferin Rosi Mittermaier, verabschieden. Sie spricht jetzt darüber, was sie ihrer verstorbenen Mama noch kurz vorher versprochen hat.
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Ameli Neureuther sieht ihren Lebenssinn darin, sich kreativ auszuleben.
Foto: imago images/BREUEL-BILD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rosi Mittermaier starb im Januar 2023 an Krebs mit 72 Jahren
  • Tochter Ameli Neureuther begann nach ihrem Tod wieder zu malen
  • Serie «Flying Seeds» entstand in wenigen Wochen nach Mittermaiers Abschied

Im Januar 2023 hat die ikonische deutsche Skirennläuferin Rosi Mittermaier im Alter von 72 Jahren ihren Kampf gegen den Krebs verloren. Ameli Neureuther (45), die Tochter von Mittermaier und Christian Neureuther (77), spricht im Gespräch mit «Gala» darüber, wie sie die Erkrankung erlebt hat und was sie ihrer Mama damals noch vor dem Abschied versprochen hat.

«Das war die schwerste Zeit meines Lebens und wohl auch die intensivste», so Neureuther. Weiter berichtet sie, dass sie damals täglich bei ihrer Mutter gewesen sei. Der heute 45-Jährigen sei plötzlich bewusstgeworden, «wie kostbar jeder Moment ist». Sie habe ihre Mutter zum Schluss intensiv begleiten können. «Auf einmal lösten sich alle scheinbar grossen Probleme auf, und es blieb nur die pure, bedingungslose Liebe», erzählt sie weiter.

«Weg zur Heilung und zu neuer Kraft»

Nur kurz bevor Rosi Mittermaier verstarb, habe sie zu ihrer Tochter gesagt: «Ameli, versprich mir, dass du dich zeigst.» Und dieses Versprechen habe sie ihrer Mutter auch gegeben. Nach dem Tod räumte sie ihr Esszimmer leer und machte es zu einem Atelier. Sie begann, wieder zu malen, und es entstand binnen weniger Wochen ihre Bilder-Serie «Flying Seeds». Es war für Neureuther ein «Weg zur Heilung und zu neuer Kraft», wie sie erklärt. Der Verlust eines geliebten Menschen mache einem klar, «wie kostbar Zeit ist».

Von ihrer Mutter Rosi habe sie ihre «positive Einstellung und ihr Lachen» geerbt. Neureuther habe lange damit gehadert, ob sie ihre Kunst öffentlich zeigen möchte. «Es war vor allem die Angst vor Bewertung», erzählt sie. Doch sie hofft mittlerweile, «dass Menschen in meinen bunten Bildern Mut und Zuversicht spüren». Schicksalsschläge und Trauer gehörten zum Leben, solche Zeiten trügen aber auch «etwas Magisches in sich», das einen weiterbringe.

«Fang einfach damit an und zeig dich»

«Meine Bilder sind positiv, sollen Lebensfreude wecken und Geschichten erzählen, die den Betrachter dazu inspirieren das eigene Leben zu reflektieren», erklärt Neureuther auf ihrer Webseite. «Sie sollen Mut machen, den eigenen Wünschen zu folgen, um in die eigene Kraft zu kommen. In jedem von uns schlummern Samen, die nur noch gegossen werden müssen, um zu keimen.»

Auch von dem Versprechen an ihre Mutter schreibt die 45-Jährige dort. «Ich wünsch mir, Ameli, dass du wieder malst. Fang einfach damit an und zeig dich», habe ihre Mama in letzten Gesprächen vor ihrem Tod sich gewünscht. Das Malen sei für Neureuther heilsam gewesen. «Die Serie ‹Flying Seeds› ist entstanden. Fliegende Samen, die sich fortpflanzen, vermehren und somit den ewigen Kreislauf des Lebens bilden. Bunte Blüten, die Mut machen und Trost spenden. In jedem von uns steckt so ein Samen, der darauf wartet zu erblühen.»

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