Darum gehts
- Marlene Lufen bricht im Sat.1-«Frühstücksfernsehen» während eines Interviews in Tränen aus
- Harald Krassnitzer sprach über den Tod seiner an Demenz erkrankten Mutter
- Krassnitzers Mutter starb am 14. Februar 2026 im Alter von 95 Jahren
Im Sat.1-«Frühstücksfernsehen» wird es plötzlich emotional: Im Interview mit Schauspieler Harald Krassnitzer (65) kann Moderatorin Marlene Lufen (55) die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Eine Erinnerung bewegte die Moderatorin so tief, dass sie um eine Unterbrechung bitten musste – und das im Live-Fernsehen.
«Das wollte ich wirklich gar nicht»
«Es tut mir leid», sagt Marlene Lufen Richtung Kamera, während sie sich mit einem Tuch die Tränen aus dem Gesicht tupft. «Das wollte ich wirklich gar nicht.» Vor laufender Kamera kann die Moderatorin ihre Tränen nicht unterdrücken. Ihr Kollege Daniel Boschmann (45) hat ihr zuvor mitfühlend eine Taschentuchbox gereicht.
Der Auslöser für den emotionalen Moment: ein Gespräch mit «Tatort»-Star Harald Krassnitzer, in dem er über das Sterben seiner an Demenz erkrankten Mutter sprach. Sie starb am 14. Februar im Alter von 95 Jahren. Ihre Demenz beschreibt er als Krankheit, die Erinnerungen verschwinden lasse, Gefühle dafür aber umso intensiver erlebbar mache.
«Sie war wie eine Sonnenblume»
Eindringlich schildert er, wie Demenz das Leben seiner Familie veränderte. Besonders belastete ihn, dass seine Mutter ihn zeitweise nicht mehr erkannte. Die Situation war überfordernd: «Das Erschütterndste und sich am stärksten Verändernde war ich selbst, weil ich ahnungslos war.»
Es sei «höllisch schwer», mit so einer Situation umzugehen – und doch habe es auch schöne Augenblicke mit der Mutter gegeben. Krassnitzer erinnert sich an einen solchen Moment: Seine Schwester und er «haben sie in den Rollstuhl gesetzt und sind raus. Und wenn die Sonne geschienen hat, war sie wie eine Sonnenblume: Sie drehte einfach ihren Kopf ins Licht und empfand die Wärme, empfand den Wind. Und plötzlich brauchst du nichts mehr, weil nur noch eins regiert, und das ist die Frage nach der Liebe.»
«Genau so, wie du beschreibst»
Bei diesen Worten brechen die Emotionen aus Lufen heraus. Krassnitzer entschuldigt sich bei ihr, sagt, dass er das nicht gewollt hatte. Sie teilen einen Moment in tiefem, gegenseitigem Verständnis. Denn: Auch Lufens Mutter ist an Demenz erkrankt.
Im November 2024 machte die Moderatorin öffentlich, dass ihre Mutter in einem Pflegeheim betreut wird. «Es ist genau, wie du beschreibst», sagt Lufen, noch immer sichtlich ergriffen. «Dieses Kämpfen darum: Wie macht man es richtig als Angehörige?» Krassnitzer betont, dass man sich vor allem Zeit nehmen müsse.