«Tränen geflossen»
Star-Moderatorin packt über Kündigungen bei RTL aus

Marlene Lufen spricht in ihrem Podcast über die Kündigungswellen bei RTL und ProSiebenSat.1. Hunderte langjährige Mitarbeitende verloren ihre Jobs. Viele seien verzweifelt – und Tränen seien geflossen, berichtet die Moderatorin emotional.
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Marlene Lufen moderiert seit 1997 das Frühstücksfernsehen bei Sat.1.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hunderte bei RTL und ProSiebenSat.1 seit 2025 entlassen, Krise trifft Medienbranche
  • Langjährige Mitarbeiter verlieren nach 20 Jahren ihre Jobs, Tränen geflossen
  • RTL plant Sky-Kauf, ProSieben setzt auf Digitalstrategie nach Eigentümerwechsel
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In der deutschen Privat-Medienbranche herrscht derzeit eine Krise. Hunderte von Mitarbeitern der deutschen TV-Sender RTL und ProSiebenSat.1 haben ihre Jobs verloren. Darüber spricht «Frühstücksfernsehen»-Moderatorin Marlene Lufen (55) offen in ihrem Podcast «M wie Marlene». «In meiner Branche ist es gerade total dramatisch», so Lufen, die von einer emotionalen Situation berichtet: «Ganz viele Kollegen in Köln bei RTL und ganz viele von meinen Kollegen von ProSiebenSat.1 haben ihren Job verloren.» Sie habe gehört, dass «Tränen geflossen» seien.

Besonders hart getroffen habe es langjährige Mitarbeiter, erklärt die Deutsche weiter: «Oftmals Leute, die seit 20 Jahren oder länger in ihrem Job sind und die gar nicht wissen, wo für sie noch mal ein Job wäre.» Viele dieser Angestellten stünden nun vor grossen Herausforderungen, sich beruflich neu zu orientieren.

«Das ist dramatisch»

Kristine Capek, Tiktok-Personalberaterin und Podcast-Gast von Lufen, bestätigt die problematische Lage und verweist auf den breiten Einfluss der Kündigungswelle: «Es betrifft nicht nur deine Branche, es zieht sich durch extrem viele Branchen.» Grund seien strukturelle Krisen in Unternehmen, die durch den Einsatz von KI und eine schwache Konjunktur zusätzlich verstärkt würden.

Capek sorgt sich um die psychischen Folgen für die Betroffenen: «Was macht das mit einem, wenn man jahrelang erfolgreich war, man verliert den Job, schreibt Hunderte von Bewerbungen und bekommt kaum ein Bewerbungsgespräch rein?» Viele Menschen würden beginnen, an sich selbst zu zweifeln. «Das ist dramatisch», so Capek. Arbeit sei ein emotionales Thema, und sie fordert mehr Menschlichkeit im Umgang mit Entlassungen: «Wir müssen die Menschen abholen, die im Arbeitsmarkt sind.»

RTL und ProSiebenSat.1 erklären den Stellenabbau jeweils mit strategischen Entscheidungen. RTL Deutschland fusionierte 2021 mit dem Verlag Gruner + Jahr und plant die Übernahme von Sky Deutschland, was möglicherweise weitere Kündigungen nach sich zieht. ProSiebenSat.1 wiederum hat seit 2025 einen neuen Mehrheitseigentümer, den MediaForEurope-Konzern der Berlusconi-Familie, und setzt auf digitale Neuausrichtung.

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