Darum gehts
- Patrice Aminati kämpft mit Hautkrebs und erhält verletzende Kommentare
- Ein Nutzer kritisiert ihr Aussehen trotz palliativer Behandlung und Cortisoneinnahme
- Die Moderatorin fordert mehr Mitgefühl statt Kritik
Patrice Aminati (31) ist Mutter, Moderatorin und Krebspatientin. Sie kämpft seit Jahren gegen schwarzen Hautkrebs, befindet sich mittlerweile in palliativer Behandlung. Über ihren Weg spricht sie offen auf Instagram, zeigt sich dort zwischen Berufsalltag, Muttersein und Klinikaufenthalten.
Nun aber hat sie Kommentare und Mails erhalten, die sie so nicht stehenlassen will. «Ich muss mal mit euch schimpfen», sagt sie in ihrer Instagram-Story. «Was schreiben denn manche unter Beiträge von Leuten, die ernsthaft krank sind? Das ist ja wohl eine Oberfrechheit.» Grund für ihre Reaktion ist unter anderem der folgende Kommentar, den sie unter einem ihrer Posts erhielt: «Bitte unbedingt noch an ein gutes Make-up denken.» Bereits in der Kommentarspalte erklärt Aminati, sie gebe seit Jahren ihr Bestes, um «die Erkrankung wegzuschminken», die vielen Behandlungen und Tabletteneinnahme würden sich jedoch «nicht ganz verbergen» lassen.
Auch in ihrer Story nimmt sie noch einmal Bezug auf die Make-up-Bemerkung. «Also meine lieben Freunde, ich bin seit drei Jahren Krebspatient, Palliativpatientin und ich bin vollgestopft bis unters Dach mit Cortison und das seit Monaten.» Natürlich habe sie daher «irgendwann ein Mondgesicht und gehe auf wie so ein Hefezopf, obwohl ich jeden Tag Sport mache, literweise Wasser trinke». Für sie sei es sehr nervend und ermüdend. «Also, ich wollte euch sagen, wenn jemand schon so geschlagen ist vom Schicksal und damit meine ich nicht mich, sondern ganz viele da draussen, bitte lasst lieber ein bisschen Liebe da. Und wenn ihr nichts Nettes zu sagen habt, dann haltet einfach den Mund.»
«Sie sieht aus wie das blühende Leben»
Die Kommentare bezüglich ihres Aussehens gehen allerdings auch in die andere Richtung. So meint eine andere: «Seit Jahren geht es ihr schlecht!!! Und sie sieht aus wie das blühende Leben. Ich weiss nicht mehr, was ich noch glauben soll. Mein Vater hatte auch Krebs und der wäre nicht in der Lage gewesen, sich so zu stylen. Tut mir leid!» Dieser Darstellung widerspricht Aminati vehement. «Wenn du mich kennen würdest, wüsstest du, dass ich nicht aussehe wie das blühende Leben. Ich trage eine Perücke, habe nach vielen Hirnbestrahlungen Wassereinlagerungen und ein aufgequollenes Gesicht von monatelanger Cortisoneinnahme.»