Darum gehts
- Céline-Dion-Fans empört: Ticketpreise in Paris stiegen plötzlich um das Dreifache
- Französische Behörde ermittelt wegen irreführender Geschäftspraktiken bei Online-Plattformen
- AXS nennt «beispiellose Nachfrage» und technische Probleme als Ursache
Fans von Céline Dion (58) sind wütend: Die Preise für Konzerttickets in Paris stiegen beim Bezahlvorgang plötzlich auf das Dreifache. Laut der französischen Behörde für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) wird nun gegen Online-Ticketplattformen wegen unlauterer Geschäftspraktiken ermittelt, wie Franceinfo berichtet.
Der Hintergrund: die sogenannte «dynamische Preisgestaltung». Dabei kommt ein Algorithmus zum Tragen, der die Preise in Echtzeit der Nachfrage anpasst. Das ist in Frankreich zwar legal, jedoch nur, wenn Käufer vor der Bezahlung über mögliche Preisschwankungen informiert werden. In einigen Fällen, so die DGCCRF, wurden diese Regeln offenbar nicht eingehalten. «Wenn zwischen dem beworbenen Preis und dem tatsächlich gezahlten Preis eine Differenz besteht, kann das als irreführende Geschäftspraxis gewertet werden, die die Kaufentscheidung beeinflusst haben dürfte», erklärte die Behörde gegenüber Ffranceinfo.
Weiter: «Die DGCCRF ist sich dieser Praktiken bewusst und führt derzeit eine Untersuchung im Bereich des Online-Ticketverkaufs durch, um die Fairness der Geschäftspraktiken der dort tätigen Fachleute zu überprüfen.»
Preisschwankungen wegen technischer Probleme
Wie User auf Reddit berichteten, war das mit den beim Check-out deutlich höheren Tickets für die Konzerte von Céline Dion in Paris der Fall. So brachte ein Fan folgendes Beispiel an: «Ich musste auf Tickets, die ursprünglich 271 Euro kosteten, verzichten, weil der Preis beim Check-out auf 1000 Euro sprang. Das passiert mehrfach.»
Die Ticketplattform AXS, einer der offiziellen Anbieter für Céline Dions Konzerte in der La Défense Arena, sprach von einer «beispiellosen Nachfrage» und wies darauf hin, dass die Preisschwankungen durch technische Probleme verursacht wurden. Diese seien inzwischen behoben, und betroffene Kunden seien kontaktiert worden, um die Situation zu klären.
Die Konzertveranstalter warnen zudem vor Betrug und raten, Tickets nur über offizielle Plattformen wie Ticketmaster, AXS und Fnac Spectacles zu kaufen. Der Vorverkauf läuft seit Dienstag, und die Nachfrage bleibt gross. Für die insgesamt 16 Konzerte im September und Oktober stehen rund 480'000 Tickets zur Verfügung. Für den Presale allein hatten sich gemäss sortiraparis.com neun Millionen Menschen registriert.