Ski Aggu vergisst Livestream und streut Gerücht über Jens Spahn
1:41
Ski Aggu vergisst Livestream:«Haben die schlimmsten Bretter gezogen»

Anzeige folgt sogleich
Ski Aggu streut Drogen-Gerüchte über Politiker Jens Spahn

In einem Livestream hat Rapper Ski Aggu Behauptungen über angeblichen Drogenmissbrauch von Jens Spahn aufgestellt. Der CDU-Politiker lässt das nicht auf sich beruhen und hat nun rechtliche Schritte eingeleitet.
Kommentieren
1/6
Jens Spahn (l.) wirft Ski Aggu Verleumdung vor.
Foto: ddp/Geisler/Nicole Kubelka / IMAGO/Andreas Gora

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jens Spahn zeigt Rapper Ski Aggu wegen Drogenvorwürfen in Livestream an
  • Ski Aggu behauptete, Spahn habe auf einer «Chem-Party» Drogen konsumiert
  • Video ging viral, Spahns Büro: «Inhalte frei erfunden», Anzeige wegen Verleumdung

Das hatte sich Rapper Ski Aggu (28) wohl anders vorgestellt. Am späten Abend des 18. August war er zu Gast in der «Almani Show», einem Livestream-Format des Rappers Almani, das aus dem Berliner U-Bahnhof Tempelhof auf Twitch übertragen wurde. Dort erzählte der Musiker von einer privaten Feier, auf der er nach eigener Darstellung Spahn und dessen Ehemann begegnet sei.

Beiden warf er den Konsum illegaler Substanzen vor. Wörtlich sagte er, die beiden hätten «die schlimmsten Bretter gezogen». Die Party bezeichnete er dabei als «Chem-Party». Gemeint sind damit private Treffen, bei denen verabredeter Geschlechtsverkehr mit dem Konsum meist synthetischer Drogen einhergeht.

Kaum waren die Aussagen über Spahn und dessen Ehemann getätigt, erklärte Ski Aggu, dass der entsprechende Ausschnitt zwingend rausgeschnitten werden müsse, da er «nicht irgendwie Stress» wolle. Die beiden Hosts beginnen daraufhin zu lachen und erklären, dass es sich um einen Livestream handle. Nach weiteren Ermahnungen vonseiten Ski Aggus, erklären sie sich dann bereit, seine Aussagen rauszuschneiden – doch sie waren ja bereits in der Welt. Das wurde dann offenbar auch dem Rapper bewusst, der daraufhin aufstand und erneut um die Entfernung bat. 

«Eine Strafanzeige wird gestellt»

Unter dem Video erklärte er dann später, die Geschichte sei «ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken.» Doch da war es schon zu spät, seine Aussagen waren bereits im Netz und gingen viral. 

Am Donnerstag, 3. September, also gut zwei Wochen nach dem Vorfall wird dann bekannt, dass der CDU-Politiker Strafanzeige gegen den Rapper gestellt hat. Der Vorwurf lautet Verleumdung, berichtet unter anderem der «Stern». Parallel dazu liess der frühere Bundesgesundheitsminister die Macher des Videos anwaltlich abmahnen. «Die Inhalte des Videos sind frei erfunden und erlogen. Die Ersteller des Videos wurden anwaltlich abgemahnt, das Video wurde zwischenzeitlich gelöscht. Eine Strafanzeige wird gestellt», teilte Spahns Büro dem Magazin mit.

Das Management des Rappers erklärte am Donnerstagnachmittag gegenüber «Bild»: «Bei der im Stream erzählten Geschichte handelte es sich um eine vollständig erfundene und überspitzte satirische Erzählung und ausdrücklich nicht um einen Tatsachenbericht.» Und weiter: «Sowohl der Streamer als auch Ski Aggu haben in der Videobeschreibung und in den Kommentaren öffentlich klargestellt, dass die Geschichte satirisch und nicht wahr ist. Diese Hinweise waren für die Zuschauer sichtbar und haben eine entsprechend hohe Resonanz erhalten.»

Illegaler Livestream

Die Anzeige von Jens Spahn, der im Juli nach dem Skandal um eine Leihmutterschaft von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender der Union zurückgetreten war, ist nicht der einzige Vorfall im Zusammenhang mit dem Stream. Sicherheitsleute der Verkehrsbetriebe und die Polizei hatten die Übertragung gestoppt und die Beteiligten des Bahnhofs verwiesen. Angemeldet war der Auftritt nicht. Gegen die Gruppe hinter der «Almani Show» ermitteln die Behörden deshalb inzwischen auch wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen