Kolumne von Stefan Meierhans
Sparbillette mit mindestens 90 Millionen Franken Rabatt

Für 2027 haben die SBB und die Preisüberwachung bei den Sparbilletten ein fast doppelt so grosses Rabattvolumen vereinbart wie in den beiden Vorjahren.
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Das schadet dem Wettbewerb, sagt Preisüberwacher Meierhans.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die SBB plant 2027 ein Sparbillett-Rabattpaket von mindestens 90 Mio. Franken
  • Rabatte füllen leere Sitzplätze und fördern öV-Nutzung, besonders im Freizeitverkehr
  • Das Rabattvolumen 2027 ist dreimal so hoch wie im Jahr 2014
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Stefan MeierhansPreisüberwacher

Das freut nicht nur die Reisenden und mich, sondern sicher auch die SBB, denn die günstigen Billette helfen, sonst leere Sitzplätze zu füllen und so zur Kostendeckung beizutragen. Eine Win-Win-Situation wie aus dem Bilderbuch.

Die Sparbillett-Erfolgsgeschichte nahm vor 12 Jahren so richtig Fahrt auf. Unsere Aufgabe war damals fast die Quadratur des Kreises: Der Fernverkehr machte übermässig hohe Gewinne. Wir mussten dafür sorgen, dass dieses Geld an die Kundinnen und Kunden zurückfloss – ohne gleichzeitig den subventionierten Regionalverkehr finanziell zu schwächen. Generelle Preissenkungen konnten also nicht die Lösung sein, weil davon eben auch der Regionalverkehr betroffen gewesen wäre. Stattdessen vereinbarten wir mit der Branche, dass Sparbillette mit Rabatten von knapp 30 Mio. Franken verkauft werden müssen.

Die Nachfrage nach diesen Billetten war gross und wir erhielten viele Zuschriften, die nach «Nachschub» fragten. Wir haben das gehört – seither sind die Sparbillette ein regelmässiger Bestandteil unserer Vereinbarungen mit der SBB. Auf Branchenseite haben sie sich auch als Instrument zur Förderung des öV bewährt. Denn Tatsache ist, dass die Züge zwar morgens und abends oft voll sind, es aber ausserhalb dieser Stosszeiten viele leere Plätze gibt. Ein leerer Sitz fährt sowieso mit, bringt aber keine Einnahmen. Wird er aber durch ein Sparbillett doch besetzt, dann steigen die Einnahmen, ohne dass deswegen gleich ein zusätzlicher Zug fahren muss.

Gerade im Freizeitverkehr gibt es viele Menschen, die zeitlich flexibel sind, aber stark auf den Preis achten. Für sie kann ein Sparbillett ein Grund zum Einsteigen sein. In diesen Fällen profitieren beide Seiten: Die Kundinnen und Kunden reisen günstiger und der öV nutzt seine vorhandenen Kapazitäten besser.

Es freut mich, dass wir uns auch 2027 auf ein grosses Sparbillett-Rabattpaket einigen konnten. Das Rabattvolumen ist dreimal so hoch wie 2014: mindestens 90 Millionen Franken – vielleicht werden es sogar mehr.

Die Politik möchte, dass der Anteil des öV am Gesamtverkehr steigt. Die Nachfrage nach den Sparbilletten zeigt, dass viele Menschen dazu bereit sind. Es ist eben wie so oft auch eine Preisfrage.

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