Darum gehts
- Schul-Workshop zur Preisbildung für 9. Klassen jetzt kostenlos verfügbar
- Entwickelt durch Preisüberwachung und PH St. Gallen, ohne Lehreraufwand
- Drei Lektionen: Preisbildung, Wettbewerbsmodelle, Schutz vor überhöhten Preisen
Wer heute 15 Jahre alt ist, hat mehr Wissen im Hosensack als die grössten Bibliotheken bieten können. Informationen sind jederzeit verfügbar, Videos erklären jedes Thema, und Algorithmen liefern genau das, was einen interessiert. Das ist faszinierend. Gleichzeitig verändert es die Art, wie Wissen vermittelt wird: Wer sich für Sneakers interessiert, sieht Sneakers. Wer sich für Gaming begeistert, bekommt Gaming-Inhalte. Was der Algorithmus uns zeigt, orientiert sich daran, was unsere Aufmerksamkeit fesselt, aber nicht daran, was wir wissen sollten. Grundlegendes Wissen über Wirtschaft, Wettbewerb, Monopole oder Preisbildung findet deshalb heute nur selten den Weg in den Feed junger Menschen.
Das ist ein Problem – nicht nur für die Jugendlichen selbst, sondern auch für unsere Gesellschaft. Denn noch nie waren Märkte so komplex, dynamisch und global wie heute. Gleichzeitig kaufen, abonnieren und vergleichen wir schneller als je zuvor. Wer in diesem Umfeld gute Entscheidungen treffen will, muss verstehen, wie Preise entstehen und wie man Angebote einordnen und beurteilen kann.
Um dieses Wissen zu fördern, hat die Preisüberwachung mit Unterstützung der Pädagogischen Hochschule St. Gallen einen Schul-Workshop für alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen entwickelt. Der Workshop ist für die Lehrpersonen «pfannenfertig» und ohne zusätzlichen Aufwand einsetzbar. Er kann ab sofort kostenlos auf unserer Website abgerufen werden. In drei Lektionen lernen die Jugendlichen auf abwechslungsreiche Weise die Grundlagen der Preisbildung kennen. Sie erfahren, welchen Unterschied es macht, wenn Preise in Wettbewerbs-, Monopol- oder Marktmachtsituationen entstehen und wie man sich vor überhöhten Preisen schützen kann.
Unser Ziel ist Orientierung und Selbstbewusstsein für Nachwuchs-Konsumentinnen und -Konsumenten. Damit sie schon in jungen Jahren lernen, Preise besser einzuordnen, Angebote kritisch zu beurteilen und informierte Entscheidungen zu treffen.
Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Schulen dieses Angebot nutzen. Natürlich könnt auch ihr als Eltern «eure Schule» auf dieses Angebot aufmerksam machen.