Darum gehts
- Am 2. April 2026 um 0.24 Uhr will die Nasa mit Artemis II zum Mond fliegen
- Zum ersten Mal fliegen eine Frau und ein Kanadier mit
- Blick erklärt die Mondumrundung im Detail
Probleme kurz vor dem Start
Kurz vor dem Start treten Schwierigkeiten auf. Laut NASA arbeiten die Ingenieure derzeit an einem Problem mit dem Flugabbruchsystem der Rakete. Das Flugabbruchsystem wird von der Eastern Range, einer Abteilung der US-Weltraumstreitkräfte, eingesetzt, um im Falle einer Kursabweichung ein Zerstörungssignal an eine Rakete zu senden. In einem solchen Katastrophenszenario trennt sich die Besatzungskapsel von der Rakete, um die Astronauten zu retten, und die Rakete explodiert in mehrere Teile. Alle Raketen verfügen über ein solches System.
Zudem sagen die Meteorologen für die Gegend um die Startrampe leichten Regen und Wind voraus. Das könnte den Start verzögern. Die NASA hat ein Zeitfenster von zwei Stunden. Wenn in dieser Frist die Rakete nicht starten kann, wird die Mission verschoben.
Knirps (8) wird Geschichte schreiben
Wenn die Artemis II-Mission startet, werden nicht nur die vier Astronauten an Bord sein, sondern auch ein besonderer Begleiter: «Rise», der offizielle Anzeiger für die Schwerelosigkeit der Kapsel.
Geschaffen wurde die Figur vom achtjährigen Lucas Ye aus Kalifornien. Er hat mit seinem Entwurf «Moon Mascot»-Wettbewerb gewonnen. Bei «Rise» handelt es sich um eine lächelnde Kugel mit rosigen Wangen und einer Baseballkappe, deren Design die Erde und den Sternenhimmel vereint.
Lucas Ye zeigte sich «wirklich überrascht und sehr glücklich» über den Sieg. Für ihn geht damit ein Traum in Erfüllung: Sein eigenes Design wird Geschichte schreiben und die Astronauten auf ihrem Weg um den Mond begleiten.
Das können die Raumanzüge der Artemis-Crew
Die knallorangen Raumanzüge der Artemis-II-Astronauten sind mehr als nur ein Outfit – sie sind persönliche Mini-Raumschiffe. Im Notfall können sie die Crew bis zu sechs Tage am Leben halten. «Im Ernstfall lebt man in einem persönlichen Raumschiff, nur eine Zoll grösser als der eigene Körper», erklärt Dustin Gohmert, Leiter des Orion Crew Survival Systems, gegenüber CNN.
Die sogenannten OCSS-Anzüge – ausgesprochen Oxx-Suits – sind knallorange, damit Rettungsteams sie selbst in Notfällen sofort erkennen. Sie versorgen Astronauten mit Luft, Nahrung, Wasser und regeln sogar Abfall. Sollte das 16,5-Fuß breite Orion-Raumschiff Probleme haben, geben die Anzüge die Wahl: Mission abbrechen und heimkehren oder die Mondumrundung fortsetzen – abhängig vom aktuellen Flugabschnitt, erklärt Astronautin Christina Koch.
Die Crew trägt die OCSS-Anzüge beim Raketenstart und beim dramatischen Wiedereintritt zur Erde. In der Umlaufbahn üben die Astronauten, die schweren Anzüge in der Schwerelosigkeit an- und wieder auszuziehen. So ist die Crew für jede Eventualität gerüstet – von technischen Pannen bis zu lebensbedrohlichen Notfällen.
Wetterbedingungen sind gut – «It is time to fly»
Die Wetterbedingungen für den Start am Weltraumbahnhof Cape Canaveral sind gut. «Es ist Zeit, zu fliegen», schrieb Kommandant Reid Wiseman auf der Plattform X, bevor er sich mit seiner Crew zur Rakete aufmachte.
Astronauten in Rakete angekommen
Aktuelle Bilder zeigen, dass sich das Artemis-II-Team in der Rakete auf den Start vorbereitet. Nun werden die vier umfangreiche Kontrollen vornehmen, darunter die Überprüfung der einwandfreien Funktion der Kommunikationssysteme der Astronauten sowie die Sicherstellung, dass sich keine Fremdkörper – sogenannte FOD – in der Nähe der Dichtungen der Raumschifftür befinden.
Insgesamt wird die Crew 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Der weiteste Punkt, den sie erreichen, liegt 370'000 Kilometer weit von der Erde entfernt. Ab 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes kann die Besatzung Erde und Mond gleichzeitig sehen.
Trump meldet sich auf Truth Social zu Wort
Während das Astronauten-Team in der Rakete angekommen ist, meldet sich Donald Trump mit gewohnt pathetischen Worten. Auf Truth Social gratulierte er den Astronauten und stellte die Überlegenheit der USA heraus: «Wir sind vorne – im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen. Wirtschaftlich, militärisch, jetzt sogar zwischen den Sternen. Amerika spielt nicht nur mit, wir führen», so der Präsident.
Die Astronauten begeben sich zur Rakete
Wie Bilder zeigen, haben sich drei Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Jeremy Hansen und Astronautin Christina Koch mit einem Van zur Rakete begeben. Zuvor durften sie sich von ihren Familien verabschieden.
Artemis II: Nasa betankt Mega-Rakete für den Mondflug
In knapp vier Stunden gehts los: Um 18.24 Uhr Ortszeit wird die Rakete «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida Richtung Mond starten.
An Bord: Kommandant Reid Wiseman (50), Pilot Victor Glover (49), Missionsspezialistin Christina Koch (47) und Missionsspezialist Jeremy Hansen (50) von der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA.
Die Vorbereitungen für die nächste grosse Mondmission laufen auf Hochtouren: Die gigantische Rakete der Nasa-Mission Artemis II ist nun komplett mit flüssigem Wasserstoff betankt worden – einem der wichtigsten Treibstoffe für den Start.
Der von der Nasa als «Tanking» bezeichnete Vorgang geht nun weiter. Als Nächstes wird die Rakete mit flüssigem Sauerstoff befüllt, der zusammen mit Wasserstoff den gewaltigen Schub beim Start liefert.
Die Kernstufe der SLS-Rakete (Space Launch System) ist bereits fast vollständig betankt. Noch offen ist allerdings die Betankung der Oberstufe, der sogenannten Interim Cryogenic Propulsion Stage (ICPS). Diese wurde bislang noch nicht mit flüssigem Sauerstoff gefüllt.
Erst wenn beide Stufen vollständig betankt sind, ist die Rakete bereit für die nächsten Schritte in Richtung Start. 🚀
Nein, es ist kein Aprilscherz: Ausgerechnet am Mittwoch soll Raumfahrtgeschichte geschrieben werden. Die Amerikaner fliegen am 1. April 2026 wieder zum Mond, wie die Nasa mitteilt. Mehr als 50 Jahre nachdem die Menschheit mit Apollo 17 am 7. Dezember 1972 das letzte Mal auf dem Mond war, soll damit eine neue Ära beginnen.
Artemis II heisst die bemannte Mondmission der Nasa, die drei Astronauten und eine Astronautin auf die Reise rund um den Mond sendet. Nach vier Verschiebungen wegen technischer Probleme steht der Nasa nichts mehr im Weg, um erneut Weltraumgeschichte zu schreiben. Das musst du zu der historischen Mission wissen.
Artemis II – der Meilenstein im Überblick
Um 18.24 Uhr Ortszeit soll die Rakete «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida die vier Abenteurer ins All befördern. Wer den Start nicht verpassen möchte, kann am 2. April um 0.24 Uhr unserer Zeit zuschauen. Zehn Tage lang ist die Crew im All unterwegs, bevor die Orion-Kapsel wieder im Meer auf der Erde ankommt.
Die Zusammenarbeit zwischen der Besatzung im All und den Wissenschaftlern auf der Erde ermöglicht wissenschaftliche Untersuchungen und soll künftige bemannte Raumfahrtmissionen optimieren – wie beispielsweise die erste bemannte Marsmission, die Nasa auch als Ziel aufführt.
Missionsprioritäten
Artemis II verfolgt laut Nasa fünf Hauptprioritäten:
- Crew: Die Fähigkeit der Systeme und Teams demonstrieren, die Flugbesatzung während des Fluges und bei ihrer Rückkehr zur Erde zu unterstützen.
- Systeme: Demonstration der Systeme und Abläufe, die für eine bemannte Mondmission unerlässlich sind. Dies umfasst Bodensysteme bis hin zu Hardware im Weltraum sowie Abläufe von der Entwicklung über Start und Flug bis hin zur Bergung.
- Hardware und Daten: Erfassung von Flughardware und -daten sowie Bewertung der Leistungsfähigkeit für zukünftige Missionen.
- Notfallmassnahmen: Demonstration der Leistungsfähigkeit des Notfallsystems und Überprüfung der damit verbundenen Abläufe, soweit diese ausführbar sind, wie z. B. Abbruch- und Rettungsmassnahmen.
- Daten und Subsysteme: Zusätzliche Ziele zur Überprüfung der Subsysteme und Validierung der Daten erfüllen.
Missionsprioritäten
Artemis II verfolgt laut Nasa fünf Hauptprioritäten:
- Crew: Die Fähigkeit der Systeme und Teams demonstrieren, die Flugbesatzung während des Fluges und bei ihrer Rückkehr zur Erde zu unterstützen.
- Systeme: Demonstration der Systeme und Abläufe, die für eine bemannte Mondmission unerlässlich sind. Dies umfasst Bodensysteme bis hin zu Hardware im Weltraum sowie Abläufe von der Entwicklung über Start und Flug bis hin zur Bergung.
- Hardware und Daten: Erfassung von Flughardware und -daten sowie Bewertung der Leistungsfähigkeit für zukünftige Missionen.
- Notfallmassnahmen: Demonstration der Leistungsfähigkeit des Notfallsystems und Überprüfung der damit verbundenen Abläufe, soweit diese ausführbar sind, wie z. B. Abbruch- und Rettungsmassnahmen.
- Daten und Subsysteme: Zusätzliche Ziele zur Überprüfung der Subsysteme und Validierung der Daten erfüllen.
Insgesamt legt die Crew 2,3 Millionen Kilometer zurück. Der weiteste Punkt, den sie erreichen, liegt 370'000 Kilometer weit von der Erde entfernt. Ab 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes kann die Besatzung Erde und Mond gleichzeitig sehen.
Von Orion und der Rakete
Artemis II knüpft an den unbemannten Testflug Artemis I und will demonstrieren, dass die Rakete SLS (Space Launch System) und die Orion-Kapsel für den Einsatz im Weltraum geeignet sind. Die Astronauten und die Astronautin werden dabei in der Kapsel Orion sitzen.
«Es ist derzeit das einzige Raumschiff, das bemannte Flüge in den tiefen Weltraum und die schnelle Rückkehr zur Erde aus der Nähe des Mondes ermöglicht», wie die Nasa berichtet. Sowohl Rakete als auch Kapsel sind Meisterwerke: Ganze 355'056 Einzelteile halten die Kapsel zusammen. Und dennoch: Die Kapsel ist die erste, im Gegensatz zu anderen Missionen, die über eine Toilette verfügt.
Auch die Rakete ist keine gewöhnliche: Sie ist die Einzige, die in einem Start Besatzung, Raumkapsel und Fracht zum Mond befördern kann. Sie ist knapp so gross wie ein Hochhaus. Sie ist gemäss Nasa die Rakete, die die Grundlage für die bemannte Erforschung des Weltraums jenseits der Erdumlaufbahn bildet.
Der Weg zurück
Die historische Reise endet gemäss Nasa-Plänen mit einer Landung im Meer. «Anstatt für den Rückflug einen Antrieb zu benötigen, nutzt ihre treibstoffsparende Flugbahn das Gravitationsfeld des Erde-Mond-Systems. Dadurch wird Orion für den freien Rückflugabschnitt der Mission auf natürliche Weise von der Erdanziehungskraft zurückgezogen», erklärt die Nasa.
Orion trennt das Servicemodul mit den Triebwerken vom Besatzungsmodul, wo die Astronauten sitzen, und legt dann den Hitzeschild frei. Dieser schützt die Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, sorgte aber in der Vergangenheit für Kritik: Der Hitzeschild der Orion-Kapsel war stärker beschädigt als erwartet. Tiefe Löcher haben sich damals bei der Landung gebildet.
Die Crew: Eine Frau, ein Kanadier und zwei Amerikaner
Kommandant Reid Wiseman (50), Pilot Victor Glover (49), Missionsspezialistin Christina Koch (47) und Missionsspezialist Jeremy Hansen (50) von der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA – das ist die Crew, die um den Mond fliegen wird. Interessant: Zum ersten Mal sind eine Frau, eine nicht-weisse Person und ein Kanadier auf Mondmission dabei.
Mit 328 Tagen im All stellte Koch bereits den Rekord für den längsten Weltraumaufenthalt einer Frau auf und machte beim ersten Weltraumspaziergang mit nur Frauen im Einsatz mit. Für Glover wird es der zweite Raumflug sein und Hansen, der Kanada vertritt, absolviert seinen ersten Flug ins All. Wiseman fliegt zum zweiten Mal in den Weltraum.
Ohne Europa und die Schweiz fliegt nichts
Obwohl sich die USA für ihre Weltraumerfolge lobt, findet diese Mission nicht ganz ohne Europa statt. Auch Schweizer Firmen lieferten einen Beitrag – beispielsweise die Steuermechanismen für die Solarpaneele.
Im Gegensatz zu Apollo-Zeiten liefert die Europäische Weltraumorganisation das Kernsystem, das Orion und seiner Besatzung das Lebenserhaltungssystem zur Verfügung stellt. Ohne diesen Antrieb können die Astronauten und die Astronautin nicht zum Mond fliegen – und die Besatzung keine Geschichte schreiben.
Erst Artemis IV landet auf dem Mond
Während die jetzige Mission um den Mond kreist, müssen wir bis zur Landung noch ein wenig länger warten. Nach einer kürzlich erfolgten Umstruktuiereung wird die nächste Artemis-III-Mission «nur» Kopplungs-Tests im Erdorbit absolvieren. Erst Artemis IV wird dann wirklich auf dem Mond landen. Angepeilter Zeitpunkt: Erstes Quartal 2028.