Working Moms im Fokus
Diese Darstellungen von arbeitenden Müttern sind lächerlich

Berufstätige Mütter sind in der Gesellschaft immer noch Exotinnen. Zumindest scheinen Bildagenturen total überfordert damit, die typische «Working Mom» optisch darzustellen. Wir präsentieren die lächerlichsten Versuche.
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Werde Fotograf, haben sie gesagt. Da kannst du kreativ sein, haben sie gesagt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bildagenturen sind überfordert damit, die typische «Working Mom» optisch darzustellen
  • Berufstätige Mütter kämpfen weiterhin gegen Vorurteile und Diskriminierung
  • Laut Studien leisten Frauen durchschnittlich mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer
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Schweizer Illustrierte

Falls ihr euch schon mal gefragt habt, wie der Alltag von berufstätigen Müttern aussieht: Nun, wir packen unser Kind jeden Morgen zum ersten Zoom-Call in die Schreibtischschublade. Die lässt sich ganz leicht und effizient zuschieben, wenn das Kind sich zum falschen Zeitpunkt meldet.

Nicht.

Wobei, zugegeben, die Idee ist lustig. Immerhin stammt sie von Sean Connery. Der James-Bond-Darsteller soll laut Erzählungen seines Bond-Girls Ursula Andress nämlich sein Baby in eine Schublade der Schlafzimmerkommode eingebettet haben, um sich ein Babybettchen zu sparen.

Ob bereits jemals eine berufstätige Mutter den Meetingtisch als Wickelkommode benutzt hat?
Foto: Getty Images/Image Source

Da wundert man sich nicht mehr, warum manche Arbeitgeber Mütter diskriminieren: Die fürchten sich einfach zu sehr davor, dass wir mitten im Meeting plötzlich die Stinkewindel auspacken. Können wir verstehen, wenn man solche Bilder sieht. Der Wickelnotfall stellt eine echte Meetinggefahr dar.

Nicht.

Dieses Foto sollte kein Symbolbild für berufstätige Mütter sein, sondern eher eines für die Vorurteile und Diskriminierungen, mit denen sich berufstätige Mütter in der Arbeitswelt immer noch konfrontiert sehen.

Ja, berufstätige Mütter sind schon so etwas Ähnliches wie Einhörner?
Foto: www.imago-images.de

Finde etwas, das einem Einhorn näher kommt, als eine berufstätige Mutter, die nicht nur im Büro mit Effizienz und Soft Skills tolle Arbeit leistet, sondern auch bei der Kinderbetreuung, im Haushalt, der unbezahlten Care-Arbeit und beim Mental Load viel mehr leistet als ihr Mann (im Einzelfall mag dies nicht zutreffen, im Durchschnitt laut Statistik schon). Dieses Bild ist ein schöner Versuch, der berufstätigen Mutter gerecht zu werden.

Nicht.

Es ist lächerlich. Es hilft null, Akzeptanz und Respekt für berufstätige Mütter zu schaffen.

Dieses Bild ist so unrealistisch, uns fällt dazu gar keine Legende ein.
Foto: Getty Images

Vorsicht, liebe Vorgesetzte da draussen, hat eine Frau erst einmal ein Kind geboren, schleppt sie es überall mit an. Sitzungen werden ab sofort durch Babygeschrei unterbrochen und der Maxi Cosi besetzt den Meeting-Tisch.

Nicht.

Mal ehrlich: gibt es wirklich Eltern, die ihre Kinder an Sitzungen mitschleppen? Damit tut man doch niemandem einen Gefallen. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn Kinder im Berufsalltag nicht gerade versteckt werden müssten. Aber stellt euch vor: Auch berufstätige Mütter kümmern sich während der Arbeitszeit gerne um ihre Arbeit und deswegen um eine Kinderbetreuung, so dass auch ihr Nachwuchs was davon hat.

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