Kleine Teller, grosse Wirkung
Mit diesen Tricks sorgen Hotel-Buffets dafür, dass Gäste weniger essen

All-you-can-eat klingt nach grenzenlosem Genuss. Doch Buffets sind oft so aufgebaut, dass Gäste unbewusst weniger essen. Von kleinen Tellern bis zur Reihenfolge der Speisen – hinter dem Konzept steckt mehr Psychologie, als viele ahnen.
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Ein paar Hackbällchen und Spaghetti, schon ist der Teller voll. Dass es weiter hinten noch Lachs und hausgemachte Tagliatelle gegeben hätte, merkt der Gast erst später.
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Gunda BosselSEO-Redaktorin

All you can eat – aber oft weniger als gedacht: Wer ein All-you-can-eat-Buffet besucht oder sich in einem All-inclusive-Hotel befindet, möchte meist nur eines: nach Herzenslust schlemmen. Trotzdem essen die meisten Gäste deutlich weniger, als sie sich vorgenommen haben. Oder schöpfen unbewusst eher von den günstigen Speisen, als von exklusiveren Nahrungsmitteln.

Der Grund dafür liegt nicht nur am eigenen Sättigungsgefühl. Denn vor allem die Gestaltung des Buffets beeinflusst, wie viel auf dem Teller vom Gast landet. Diese Prinzipien stammen aus der Verhaltenspsychologie und werden in der Gastronomie ganz gezielt genutzt.

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Warum kleine Teller so wirkungsvoll sind

Ein Klassiker sind kleine Teller: Sie wirken schneller voll, obwohl weniger Essen darauf Platz hat. Das Gehirn nimmt die Portion als grosszügig wahr und viele Gäste verzichten auf einen weiteren Gang, obwohl sie insgesamt weniger gegessen haben.

Wenn der Teller klein ist, wird automatisch weniger geschöpft, ohne dies dann als «kleine Portion» zu empfinden.
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Die Reihenfolge entscheidet

Auch der Aufbau des Buffets ist selten zufällig: Oft stehen Brot, Salate, Reis, Pasta oder Kartoffeln ganz am Anfang. Danach kommen Hackfleischgerichte oder ein Gulasch. Diese Speisen sind vergleichsweise günstig und machen schnell satt. Erst danach, ganz hinten auf dem Buffet folgen teurere Zutaten wie Meeresfrüchte, Fleisch oder Fisch. Bis die Gäste dort ankommen, ist der Teller oft bereits gut gefüllt.

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Getränke können den Appetit bremsen

Auch Getränke spielen eine Rolle: Wer vor oder während des Essens viel trinkt, fühlt sich oft schneller satt. Deshalb bieten manche Restaurants grosse Gläser oder füllen Getränke rasch nach. Flüssigkeit nimmt Platz im Magen ein und kann den Appetit dämpfen.

Die Getränke sind meist sehr präsent dargestellt, die Gläser gross. So trinken die Gäste mehr, was den Hunger vertreibt.
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Was zuerst ins Auge fällt, landet häufiger auf dem Teller

Menschen greifen besonders häufig zu Speisen, die gut sichtbar und leicht erreichbar sind. Deshalb stehen beliebte oder günstige Gerichte oft an prominenter Stelle. Was weiter hinten oder weniger auffällig platziert ist, wird dagegen häufiger übersehen. So stolpert man am Buffet zuerst mal über Nudeln, Kartoffeln, einfache Suppen oder Reis, die den (kleinen) Teller und den Magen schon mal ganz gut befüllen.

Am Ende des Buffets wirds plötzlich exklusiv. Leider ist bis dann der Teller meistens schon voll.
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Nicht jedes Buffet verfolgt dieselbe Strategie

Natürlich arbeitet nicht jedes Hotel oder Restaurant nach denselben Prinzipien. Manche legen den Fokus auf ein möglichst grosses Angebot, andere möchten Lebensmittelverschwendung vermeiden oder ihre Kosten besser kalkulieren.

Fest steht jedoch: Die Gestaltung eines Buffets beeinflusst unser Essverhalten stärker, als vielen bewusst ist. Wer die psychologischen Mechanismen kennt, entscheidet oft bewusster, was und wie viel auf dem Teller landet.

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