Darum gehts
- Unbeständiges Wetter in der Schweiz, Wettermodelle können Gewitter nicht präzise vorhersagen
- Wandern am Morgen empfohlen, besonders im Wallis, Nordtessin und Bündnerland
- Die Nullgradgrenze liegt bei 3300 Metern
Mal Regen, mal Hagel, mal ein Blitz. Aktuell macht das Wetter, was es will. Dies ist kein Grund, um die Wochenendpläne im Freien abzublasen, wie Roger Perret von Meteo News berichtet: «Grundsätzlich kann man wandern gehen, jedoch mit der nötigen Vorsicht wegen der örtlichen Gewitter.»
Den Prognosen nach sind Gewitter besonders am Nachmittag möglich, weshalb nichts gegen das Wandern am Vormittag spricht. Besonders günstig seien die Wetterprognosen für das Wallis, das Nordtessin und das Bündnerland, hier sollte es vielerorts keine Gewitter geben.
Doch nicht alle Regionen eignen sich für einen Ausflug: «In den Voralpen herrscht die grösste Gefahr für Gewitter, vor allem jeweils am Nachmittag», so der Meteorologe. Wer einen Ausflug ins Berner Oberland, in die Zentralschweiz oder die Ostschweiz plant, sollte sich das nochmals überlegen.
Keine Spur von Schneefeldern
Im Vergleich zu den Hitzetagen wird es kühler, aber es bleibt immer noch warm. Während im Norden angenehme 25 Grad herrschen, klettern die Temperaturen im Süden auf 31 Grad. In der Höhe wird es auch etwas kühler: «Die Nullgradgrenze sinkt auf 3300 Meter, das ist aber nicht speziell tief.» Wer also unter 3000 Höhenmeter bleibt, muss nicht mit Schnee rechnen.
Während keine Schneefelder einer Wanderung im Weg stehen, kann es um die Ohren ziehen: «In windausgesetzten Lagen weht ein mässiger bis starker Westwind, dieser ist sehr gut spürbar», erklärt Perret.
Gewitter nur schwer vorhersehbar
Nicht nur das Wetter ist launisch. «Bei dieser Wetterlage haben die Modelle extrem Mühe», sagt Perret. Wenn sich das Wetter gefühlt im Minutentakt ändert, wird das Planen zum Problem.
«Die Regenvorhersageprognosen kann man zur Kenntnis nehmen, aber ich würde auf keinen Fall darauf gehen. Kurzfristig kann man sie noch eher brauchen.» Der Wetterexperte rät, das Wetter aufmerksam zu beobachten und ab und zu den Blick Richtung Himmel zu richten.
Diese Wanderregionen empfiehlt die Blick-Redaktion:
- Die Rheinschlucht in Graubünden ist ein wahrer Augenschmaus. Auch bekannt als «Grand Canyon der Schweiz» bietet die Region viele Wanderrouten. Wer sich übers Wochenende nicht anstrengen mag, hat Glück. Die Rheinschlucht Rundtour in Versam ist eine leichte und rund vier Kilometer lange Wanderung, die vorbeiführt an einer Aussichtsplattform. Erst einmal oben angekommen, hat man kaum eine bessere Aussicht auf das hellblaue Wasser, das sich durch das Tal schlängelt.
- Diese Gratwanderung gehört zu den Klassikern im Tessin. Die Höhenwanderung vom Monte Tamaro auf den Monte Lema wurde berechtigt von Blick-Leserin Gerber als Höhenwanderung mit aussichtsreichem Bergpanorama beschrieben. Die Anstrengung lohnt sich, denn auf der Wanderung blickt man von der Leventina bis auf die Walliser Alpen im Westen.
Badehose bereit – Regenschutz nicht vergessen
Wer lieber beim Wasser verweilen möchte dieses Wochenende, muss nicht auf einen Tauchgang verzichten. Aber mit Vorbehalt: «Schwimmen kann man grundsätzlich gut. Es kann sein, dass stellenweise am Nachmittag Schauer und Gewitter aufziehen, dann sollte man früh genug das Wasser verlassen», sagt Perret. Laut dem Meteorologen sorgt der Mix aus Sonne und Wolken nicht gerade für optimales Badewetter. «Zum Hinlegen und bei angenehmen Temperaturen zum Baden reicht es aber.»
Die Wassertemperaturen hingegen können von einem Gang in die Badi überzeugen. «Es ist gut zum Baden und die Wassertemperaturen sind angenehm», so der Meteorologe. Kleine Seen würden über eine Temperatur von 27 bis 28 Grad verfügen. Ähnliche Werte hätte man auch bei den grossen Seen. Auch vor der Hochwassergefahr muss man sich nicht scheuen. «Trockenheit herrscht immer noch, die Regenschauer und Gewitter haben nicht gereicht und werden auch am Wochenende nicht reichen, um eine nachhaltige Entspannung herbeizuführen.»
Diese Badeorte empfiehlt die Blick-Redaktion:
- Le Bouveret gefällt nicht nur der Blick-Redaktion. Auch Model Chrissy Teigen (40) planschte im Walliser Wasserpark. Für diejenigen, die sich nicht überraschen lassen möchten vom Wetter, eignet sich dieser Ausflug besonders. Ob im «Lazy River» draussen, wo man sich entspannt treiben lassen kann, oder im turbulenten Wellenbad drinnen: Dank Attraktionen im Innen- und Aussenbereich ist der Ausflug bei jedem Wetter ein Vergnügen.
- Auch im Tessin lockt ein Badeparadies: Das Strandbad Lido begeistert mit rund 40'000 Quadratmetern voller Badespass. Sollte das Wasser einmal zu kühl sein, sorgt das beheizte Olympiabecken für angenehme Temperaturen. Der eigentliche Höhepunkt ist jedoch der fast karibisch anmutende Strand: Feiner Sand und hell schimmerndes Wasser lassen im Handumdrehen Feriengefühle aufkommen.