Darum gehts
- Touristenmassen am Mont Blanc: Diskussion über Reservationspflicht für Wanderer
- Mont Blanc von rund 80'000 Personen jährlich umrundet
- Schweiz bietet atemberaubende Alternativen
Die Dolomiten im Südtirol, die Zugspitze oder den Mont Blanc suchen viele aus, um dem Alltag zu entfliehen und Kraft in der Natur zu tanken. Doch wer an diesen beliebten Orten noch in Ruhe wandern möchte, muss inzwischen genau planen – denn der Massentourismus macht auch vor den Bergen nicht halt.
Das zeigt sich etwa am Mont Blanc, der jährlich von rund 80'000 Menschen umrundet wird. Der Andrang ist so gross, dass eine hitzige Diskussion über eine Reservationspflicht im Raum steht. Dennoch gibt es sie weiterhin. Orte, an denen man die Natur noch geniessen kann und die ebenso atemberaubend sind, wie die Drei Zinnen und Co.
Wer vor einer Mehrtageswanderung zurückschreckt: kein Grund zur Sorge. Man muss nicht gleich die Via Alpina absolvieren. Mehrtagestouren gibt es in den verschiedensten Variationen – und Blick stellt drei der schönsten vor.
Wer sie nicht kennt: Die Tour du Mont Blanc ist eine rund 170 Kilometer lange Fernwanderung rund um das Mont-Blanc-Massiv. Sie führt durch Frankreich, Italien und die Schweiz.
Für die gesamte Strecke benötigen Wandernde in der Regel sieben bis elf Tage. Pro Tag sind sie meist vier bis acht Stunden unterwegs. Klassischer Start- und Zielort ist Les Houches in Frankreich. Die Route wird üblicherweise in rund elf Etappen unterteilt.
Wer sie nicht kennt: Die Tour du Mont Blanc ist eine rund 170 Kilometer lange Fernwanderung rund um das Mont-Blanc-Massiv. Sie führt durch Frankreich, Italien und die Schweiz.
Für die gesamte Strecke benötigen Wandernde in der Regel sieben bis elf Tage. Pro Tag sind sie meist vier bis acht Stunden unterwegs. Klassischer Start- und Zielort ist Les Houches in Frankreich. Die Route wird üblicherweise in rund elf Etappen unterteilt.
Via Bregaglia: Natur, Kultur und ein Hauch mediterranes Feeling
Wer das Feriengefühl noch ein Stück verlängern möchte, kann dies auf der Route von Maloja GR nach Chiavenna (IT) tun. Für diese Route sollten zwei bis drei Tage eingeplant werden. Die Wanderung beginnt in der malerischen, kulturreichen Stadt Maloja. Vorbei am historischen Belvedere-Turm, der mit seinen Steinen charakteristisch für die Bündner Gegend ist, geht es nach Vicosoprano GR.
Während man beim Beginn über Wald und Weiden wandert, wird man in diesem italienisch-sprechenden Teil Graubündens mit reichlich Kultur begrüsst. Vicosoprano ist der Geburtsort des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti (†64) und beherbergt sowohl die imposante, farbenprächtige Giacometti-Varlin-Halle als auch den traditionsreichen Castelmur-Palast.
Über den Steinplattenweg «La Plotta» endet die letzte Etappe auf mehrheitlich italienischem Boden. Die Acquafraggia-Wasserfälle, die auf der Wanderung vor sich hinplätschern, erfrischen an heissen Tagen. Zwischen Maloja und der italienischen Grenze zeigt sich das Bergell von seiner ursprünglichen Seite: Historische Dörfer, massive Steinhäuser und schmale Gassen treffen auf schroffe Bergflanken. Weitere Informationen gibt es auf graubuenden.ch.
Start: Maloja
Ziel: Chiavenna
Höchster Punkt: 1815 m ü. M.
Länge: 38,2 km
Dauer: 2–3 Tage
Tierische Begegnungen auf dem Steinbock-Treck
Es gibt nichts Schöneres, als wenn der Glücksmoment eintrifft und wilde Tiere auf einer Wanderung auftauchen. Mit ein wenig Glück ist dies auf dem Steinbock-Treck der Fall. Die zweitägige Gratwanderung führt in die Unesco-Biosphäre Entlebuch LU. Zwischen unberührten Moorlandschaften und dichten Wäldern erblickt man hier mit ein wenig Glück die wilden Steinböcke.
Die Panoramasicht erarbeitet man sich auf dieser Wanderung auf der ersten Etappe von der Rossweid bis zum Lättgässli. Hier geht es entlang der ikonischen Gratwanderung zum Gipfel des Brienzer Rothorns. Das Panorama eröffnet den wohl schönsten Ausblick auf den klaren, leuchtenden Brienzersee. Ab und an pfeift die nostalgische rote Dampfbahn des Brienzer Rothorns durchs Panorama.
Die zweite Etappe führt über das Bergjuwel des Eiseesattels und Arnihaaggen zurück nach Sörenberg. Spätestens wenn das klare Wasser des Eisees in der Sonne glitzert, zeigt sich, warum sich diese Wanderung lohnt. Weitere Informationen gibt es auf soerenberg.ch.
Start: Sörenberg, Talstation
Ziel: Sörenberg, Talstation
Höchster Punkt: 2328 m ü. M.
Länge: 21,75 km
Dauer: 2 Tage
Die ikonischen Pässe und der Vier-Quellen-Weg
Sportliche Challenge gesucht? Wer auf der Suche danach ist, ist auf dem Vier-Quellen-Weg vom Oberalppass zum Belvédère am Furkapass gut aufgehoben. Diese Wanderung zeigt die wasserreiche Schweiz in ihrer vollen Pracht, denn auf dem Weg läuft man am Rhein, der Reuss, dem Ticino und der Rhone vorbei. Obendrauf gibt es die legendären Pässe: Maighels-, Sella-, Gotthard-, Lucendro-, Nufenen- und Furkapass.
Während auf den Passstrassen immer wieder Boliden und Motorräder vorbeiziehen, wird es nur wenige Schritte daneben erstaunlich ruhig. Moore, Feuchtgebiete und Bergseen wechseln sich mit kargen Hochflächen und bewaldeten Abschnitten ab – eine Landschaft voller Gegensätze.
Die wohl eindrücklichste Etappe wartet zum Schluss: Der Weg folgt der jungen Rhone bis hinauf zum Rhonegletscher, dessen Eis sich zwischen den kargen Felsflanken zwischen Grimsel und dem Furkapass ausbreitet. Mehr Informationen gibt es hier.
Start: Andermatt, Oberalppass
Ziel: Furkapass, Belvédère
Höchster Punkt: 2422 m ü. M.
Länge: 82 km
Dauer: 5 Tage