Darum gehts
- 80'000 Menschen wandern jährlich auf der Mont-Blanc-Tour durch drei Länder
- Frankreich fordert Zugangsbeschränkungen wegen Touristenandrang, Schweiz sieht weniger Druck
- Route führt durch Frankreich, Italien und die Schweiz
Wandergruppe reiht sich an Wandergruppe: Jeden Sommer umrunden rund 80'000 Menschen den höchsten Alpenberg. Die Mont-Blanc-Tour führt in einer Rundstrecke durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Nur: Für die Einheimischen wird der Touristenansturm immer mehr zum Ärgernis.
Wie «SRF» berichtet, werden nun Forderungen nach Zugangsbeschränkungen, inklusive Kontrollen und Sanktionen laut. «Wer die Mont-Blanc-Tour machen will, braucht eine Reservation in einer Hütte oder in einer autorisierten Biwakzone. Ist das nicht möglich, verschiebt man sein Vorhaben auf das nächste Jahr», schlägt etwa Jean-Marc Peillex, Gemeindepräsident von Saint-Gervais-les-Bains (F) vor. «Heute geht es im Gänsemarsch voran. Die Leute sehen nur die Hintern der anderen. Das ist doch nicht toll», kritisiert er.
Herausforderungen am Mont Blanc
Auf Schweizer Seite wird die Lage weniger drastisch eingeschätzt. «Wir befinden uns nicht in einer Situation von ausgeprägtem Übertourismus», konstatiert Joachim Rausis, Gemeindepräsident von Orsières VS, auf Anfrage des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS. Es brauche vor allem Koordination zwischen der Schweiz, Italien und Frankreich, glaubt er.
Es bleibt ein schmaler Grat: Die Region profitiert international von der Popularität der Mont-Blanc-Tour – muss aber zugleich verhindern, dass ihr Erfolg die Landschaft, die Infrastruktur und das Bergerlebnis selbst beschädigt.