Ein Spaziergang mit dem Hund sollte eigentlich entspannen und Mensch und Tier guttun. Doch wenn der Vierbeiner ständig an der Leine zieht, jedem Geruch hinterherläuft oder bei jeder Ablenkung sofort vergessen hat, dass sein Besitzer noch da ist, kann die Runde schnell zur Geduldsprobe werden. Mit ein paar einfachen Übungen lässt sich das Verhalten des Hundes beim Gassigehen gezielt beeinflussen:
Die Aufmerksamkeit des Hundes erzielen
Egal ob an der Leine oder im Freilauf, kaum verlässt der Hund die eigenen vier Wände, ist der Besitzer vergessen und das Tier geht am liebsten seine eigenen Wege. Die Aufmerksamkeit des Hundes zu erlangen, ist jedoch für stressfreies Gassi gehen wichtig. Immerhin soll der Vierbeiner sich während des Aufenthalts im Freien am Besitzer orientieren.
Die Aufmerksamkeit des Hundes erzielst du, wenn du ihn jedes Mal belohnst, wenn er Blickkontakt sucht. Besonders effizient lässt sich dieses Verhalten mit Leckereien üben. Auch die Bestätigung mit dem Clicker bietet sich an, wenn der Hund diese Art des Trainings gewohnt ist.
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Einer der Gründe, warum Spaziergänge mit dem Hund oftmals in Stress ausarten, ist Langeweile. Kaum ein Tier gibt sich damit zufrieden, eine Runde an der kurzen Leine um den Häuserblock zu gehen. Kein Wunder, dass sich der Vierbeiner dann Beschäftigungen sucht, die nicht immer im Sinne des Besitzers sind.
Lass dir kleine Überraschungen einfallen, die Mensch und Tier Spass machen. Balanciere mit dem Vierbeiner zum Beispiel über Baumstämme oder springe über kleine Hindernisse. Spürnasen laufen auch beim Fährtenlegen zu ihrer Höchstform auf. Verstecke die Lieblingsleckereien deines Hundes in einem kleinen Loch oder hinter einem Baumstamm. Hat er die Kekse aufgespürt, lobe das Tier ausgiebig.
Kontrolliere den Jagdtrieb
Es gibt Hunderassen, die mit wenig Auslauf auskommen, wie Mops, Chihuahuas und Zwergspitz. Doch viele Hunde wurden einst für die Jagd gezüchtet und benötigen lange Spaziergänge, um ausgeglichen zu bleiben. Terrier, Deutsch Drahthaar und auch der beliebte Dackel waren ursprünglich keine Haustiere, sondern leisteten auf der Pirsch wertvolle Dienste. Sie sind vor allem bei Ausflügen auf Felder und in Wälder schwer zu kontrollieren. Spüren die Fellnasen eine Fährte auf, sind sie über alle Berge, noch lange bevor du als Besitzer einen Hasen oder ein Reh erspäht hast.
Ein jagender Hund schafft Probleme mit den Mitmenschen. Beginn daher schon in jungen Jahren mit dem Anti-Jagdtraining. Wichtig ist eine Impulskontrolle, damit der Hund sich nicht von seinen Instinkten leiten lässt, sondern dir in jeder Situation Aufmerksamkeit schenkt. Trainiere anfangs mit einer Schleppleine, damit sich das Tier nicht völlig deiner Kontrolle entziehen kann. Besonders wichtig ist das Kommando «Bleib»: Leg den Hund ab und gib ihm den Befehl. Das Tier muss auch dann liegen bleiben, wenn du zum Beispiel einen Ball wirfst.
Stressfreie Begegnungen mit Artgenossen
Im Prinzip sind Hunde soziale Wesen, allerdings kann es durch schlechte Erfahrungen oder Fehler im Umgang mit dem Tier zu aggressivem Verhalten kommen. Oftmals ist die Unsicherheit des Halters schuld daran, dass sich der Vierbeiner als Rudelführer aufspielt und seine Familie beschützt, auch wenn keine Gefahr droht.
Für dich als Besitzer geht es darum herauszufinden, in welchen Situationen dein Hund aggressiv reagiert. Wichtig ist, dass sich das Tier in jeder Lebenslage Gehorsam zeigt und nicht Hals über Kopf handelt. Oftmals hat sich das Problem so manifestiert, dass du ohne professionelle Hilfe nicht weiterkommst. Um wieder stressfrei mit dem Hund Gassi gehen zu können, buch am besten ein Anti-Aggressionstraining in einer Hundeschule. Die Tipps der Trainer festigen auch die Beziehung zu deinem Tier.