Karriere ohne Tricks
«Managing Up» – was bringt es, die eigenen Chefs zu führen?

In der Arbeitswelt macht der Tipp die Runde, den eigenen Chef zu managen und strategisch eine gute Beziehung zu ihm oder ihr aufzubauen.
Kommentieren
Einfluss und eine gute Beziehung zur Führungskraft – bringt einen das auf der Karriereleiter nach oben?
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • «Managing Up» verspricht berufliche Kontrolle durch gute Beziehung zur Führungskraft
  • Expertin warnt: Führung von Vorgesetzten ist nicht Aufgabe der Mitarbeitenden
  • Strategien: Offene Kommunikation, Eigeninitiative, Weiterbildung, Wechsel bei mangelnder Entwicklung
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
lena_madonna_1.jpg
Lena Madonna
Handelszeitung

Absolute Kontrolle über den eigenen beruflichen Werdegang haben – das wünscht sich praktisch jede Person, die nicht selbst Chefin oder Chef ist. Der Karrieretipp «Managing Up», der immer wieder kursiert, verspricht, diesen Wunsch zu erfüllen.

Bei «Managing Up» geht es darum, strategisch eine gute Beziehung zur Chefin oder dem Vorgesetzten aufzubauen. Durch das «Führen von unten» sollen Mitarbeitende dem Chef oder der Chefin die eigenen Führungsqualitäten unter Beweis stellen und durch offene Kommunikation und proaktive Zusammenarbeit dazu bringen, mehr auf die eigenen Bedürfnisse – wie beispielsweise die berufliche Weiterentwicklung – einzugehen.

Also soll der Chef zum Freund werden? Eine Karriereexpertin verneint: «Grundsätzlich schadet es natürlich nicht, eine gute Beziehung zur eigenen Führungskraft zu haben», sagt sie, «aber es gehört nicht zu den Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Vorgesetzten zu führen.» 

Statt die Führungsverantwortung zu übernehmen, die eigentlich nicht ins eigene Aufgabenfeld gehört, sollte man die eigenen Bedürfnisse und Herausforderungen klar kommunizieren. Auch ohne «Managing Up» kann berufliche Zufriedenheit und Weiterentwicklung erreicht werden. Hier vier Tipps der Expertin, wie das gehen kann: 

1. Zeige deine Qualitäten, statt den Chef zu führen

Auf den ersten Blick mag «Führen von unten» wie die richtige Herangehensweise klingen, um dein Führungspotenzial unter Beweis zu stellen. Dass du dadurch aber tatsächlich den beruflichen Aufstieg beschleunigen kannst, ist zu bezweifeln. 

Such dir lieber Projekte, bei denen du Verantwortung übernehmen kannst, und schreib dir die kleinen und die grossen beruflichen Erfolge auf. Steht das nächste Personalgespräch an, kannst du damit punkten – ganz ohne den Chef oder die Chefin managen zu müssen. 

2. Sprich offen über deine Bedürfnisse

Der einzige Weg, Probleme und Herausforderungen im Job anzugehen, ist, darüber zu sprechen. Im Gespräch solltest du nicht nur an die negativen Auswirkungen des Problems denken, sondern die positiven ins Zentrum rücken. Und sich fragen: Was sind die Veränderungen für dich selbst und für das Unternehmen? 

Solche klaren Vorstellungen können dir dabei helfen, eine Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Anforderungen im Job zu finden.

3. Stell dir selbst die Weichen

Die Methode des «Managing Up» wird grösstenteils aus einem Grund angewendet: wegen eines unerfüllten Veränderungswunsches. Geht deine Chefin oder dein Chef nicht auf diesen ein, kannst du es aber auch selbst in die Hand nehmen. 

Das kannst du tun, indem du dich beispielsweise einer neuen Aufgabe annimmst, die nicht in dein normales Aufgabengebiet fällt. Oder indem du in eine andere Abteilung wechselst. 

Fehlen dir die nötigen Fähigkeiten dazu, sind digitale Lernplattformen die erste Anlaufstelle. Damit kannst du dich von überall aus – von zu Hause, einer Bibliothek, einem Café – weiterbilden, dazulernen und weiterentwickeln. Und die neuen Fähigkeiten in deinem Job anwenden.

4. Wissen, wann es Zeit für etwas Neues ist

Zeit, sich nach einer neuen Stelle umzusehen? Dafür ist es an der Zeit, wenn du keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven im Job siehst und dich nicht mehr glücklich fühlst. Doch überstürzen musst du nichts. Am besten hältst du nebenbei nach offenen Stellen Ausschau und bewirbst dich bei einem Arbeitgeber, der potenziell zu deinen Werten passt. 

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen