Lebenskrisen
Festgefahren im Leben? Diese 6 Schritte helfen gegen das Gefühl festzustecken

Manchmal fühlt sich das Leben wie eine Sackgasse an: Job, Beziehung oder persönliche Entscheidungen überfordern uns. Doch festzustecken bedeutet nicht, gescheitert zu sein. Ein Psychotherapeut erklärt, wie du wieder Klarheit findest.
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Manchmal fühlt sich einfach alles falsch an. Sechs Schritte können helfen, wieder Bewegung ins Leben zu bringen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Psychotherapeut Robert Taibbi: Unsicherheiten zeigen oft, dass alte Muster nicht mehr passen
  • Sechs Schritte helfen: Muster erkennen, Fehler zulassen, ehrlich mit sich sein
  • Perfektionismus, Ängste und blinde Flecken können Menschen am Weiterkommen hindern
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Es gibt Momente, in denen plötzlich alle Wegweiser verschwinden. Eine Entscheidung steht an, aber jede Möglichkeit fühlt sich falsch an. Ob Jobwechsel, Trennung, Umzug oder eine persönliche Krise: Das Gefühl, festzustecken, kennt fast jeder. Doch laut dem US-Psychotherapeuten Robert Taibbi ist diese Unsicherheit kein Zeichen von Versagen. Oft zeigt sie, dass alte Muster nicht mehr funktionieren und etwas verändert werden darf. «Unsere Blockaden hängen häufig mit unserer Persönlichkeit, unseren Gewohnheiten und unseren Überzeugungen zusammen», sagt Taibbi.

Diese sechs Schritte können helfen, wieder Bewegung ins Leben zu bringen

1

Schau nicht nur auf das Problem – sondern auf dein Muster

Nicht nur was wir tun, sondern auch wie wir handeln, verrät viel über uns. Manche Menschen reagieren impulsiv, andere zerdenken jede Entscheidung aus Angst vor Fehlern. Wieder andere versuchen ständig, es allen recht zu machen. Die Situationen ändern sich, aber das eigene Muster bleibt oft gleich. Frag dich deshalb: Was wiederholt sich in meinem Leben immer wieder? Wo stehe ich mir selbst im Weg?

Wer sein eigenes Muster erkennt, kann anfangen, es zu verändern.

2

Hinter jedem Problem steckt oft ein anderes

Manchmal ist das sichtbare Problem nur die Oberfläche. Wer ständig Aufgaben aufschiebt, ist nicht unbedingt faul. Dahinter können Überforderung, Angst vor Fehlern oder fehlende Motivation stecken. Auch Rückzug, Ablenkung oder ungesunde Gewohnheiten sind manchmal Versuche, mit tieferen Problemen umzugehen.

Der entscheidende Schritt: Nicht nur das Verhalten bekämpfen, sondern herausfinden, was dahintersteckt.

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3

Achte auf das, worüber du nie sprichst

In der Therapie spielt nicht nur das Gesagte eine Rolle – sondern auch das Verschwiegenen. Welche Themen werden in deiner Familie oder Beziehung vermieden? Welche Gefühle sprichst du kaum aus? Wo weichst du Konflikten aus? Gerade diese «blinden Flecken» können zeigen, wo Menschen feststecken.

Manchmal liegt der nächste Entwicklungsschritt genau dort, wo man bisher nicht hinschauen wollte.

4

Erlaube dir, Fehler zu machen

Viele Menschen leiden unter Perfektionismus. Sie setzen sich hohe Standards und machen sich selbst fertig, wenn sie diese nicht erreichen. Doch Fehler sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind ein Teil des Lernens. Ob im Beruf, in Beziehungen oder bei neuen Herausforderungen: Erfahrung entsteht nur, wenn man Dinge ausprobiert – und manchmal auch scheitert.

Hilfreich ist, den inneren Kritiker leiser werden zu lassen und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.

5

Mitgefühl haben – aber Grenzen setzen

In Beziehungen ist diese Balance besonders wichtig: Verständnis für andere zu haben bedeutet nicht, alles akzeptieren zu müssen. Wer einen Menschen unterstützt, der leidet, zeigt Mitgefühl. Doch wenn daraus verletzendes Verhalten, ständige Überforderung oder das Gefühl entsteht, nur noch für den anderen zu leben, braucht es klare Grenzen.

Eine wichtige Frage lautet: Unterstütze ich jemanden – oder verliere ich mich selbst dabei?

6

Ehrlich mit sich selbst sein

Wenn man gar nicht mehr weiss, wie es weitergehen soll, hilft oft die ehrlichste Frage: Was will ich eigentlich wirklich? Ehrlichkeit bedeutet, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, Wünsche auszusprechen und nicht ständig nach den Erwartungen anderer zu leben. Manchmal braucht es keine grosse Lebensentscheidung. Der erste Schritt kann auch sein, endlich ein Gespräch zu führen, eine Grenze zu setzen oder eine kleine Veränderung zu wagen.

Feststecken kann ein Wendepunkt sein

Das Gefühl, nicht weiterzukommen, ist unangenehm. Gleichzeitig kann es eine Chance sein: Man erkennt, welche Muster nicht mehr passen – und kann neue Wege ausprobieren. Nicht immer braucht es sofort den perfekten Plan. Oft reicht der Mut für den nächsten kleinen Schritt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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