Darum gehts
- Harvard-Professor Brooks nennt Gewohnheiten und Beziehungen als Schlüssel zum Glück
- Sinnvolle Arbeit, enge Freundschaften, Familie und Spiritualität fördern Zufriedenheit
- Kleine Gewohnheiten summieren sich über Jahre und stärken psychisches Wohlbefinden
Der Verhaltenswissenschaftler kommt immer wieder zu einem ähnlichen Schluss: Glück hängt weniger von Geld oder Status ab als von einigen grundlegenden Gewohnheiten und Beziehungen.
In Vorträgen und Büchern nennt Brooks vier Bereiche, die besonders wichtig für langfristige Zufriedenheit und psychisches Wohlbefinden sein sollen.
Sinn im Beruf finden
Viele Menschen verbringen einen grossen Teil ihres Lebens bei der Arbeit. Entscheidend sei jedoch nicht nur das Gehalt, sondern die Frage, ob die Tätigkeit als sinnvoll empfunden wird.
Wer das Gefühl habe, mit seiner Arbeit anderen Menschen zu helfen oder einen Beitrag zu leisten, sei oft zufriedener. Dabei müsse niemand die Welt retten: Schon kleine Gesten oder das Bewusstsein, etwas Nützliches zu tun, könnten einen Unterschied machen.
Enge Freundschaften pflegen
Laut Brooks werden soziale Kontakte oft mit echten Freundschaften verwechselt. Tausende Follower oder viele lose Bekanntschaften könnten Nähe nicht ersetzen.
Menschen, die über vertrauensvolle Freundschaften verfügen und sich in schwierigen Zeiten auf andere verlassen können, berichten häufig von höherer Lebenszufriedenheit.
Die Familie nicht vernachlässigen
Auch familiäre Beziehungen spielen laut dem Harvard-Professor eine wichtige Rolle. Gemeinsame Zeit, regelmässige Gespräche und gegenseitige Unterstützung stärken das Wohlbefinden.
Brooks warnt davor, Beziehungen wegen politischer Meinungsverschiedenheiten oder anderer Konflikte dauerhaft abbrechen zu lassen. Oft seien es gerade die engsten Beziehungen, die Menschen durch schwierige Lebensphasen tragen.
Raum für Spiritualität schaffen
Der vierte Punkt überrascht vielleicht: Brooks nennt Spiritualität als wichtigen Faktor für ein erfülltes Leben.
Dabei gehe es nicht zwingend um Religion. Viele Menschen finden Halt in ihrem Glauben, andere durch Meditation, Achtsamkeit oder regelmässige Momente der Reflexion.
Entscheidend sei das Gefühl, Teil von etwas Grösserem zu sein und dem eigenen Leben einen übergeordneten Sinn zu geben.
Glück entsteht durch kleine Gewohnheiten
Für Brooks hängt Glück selten von einer einzigen grossen Entscheidung ab. Vielmehr seien es die kleinen Dinge, die sich über Jahre hinweg summieren: gute Beziehungen, ein sinnvoller Alltag und das Gefühl von Verbundenheit.
Wer diese Bereiche pflegt, schafft laut dem Harvard-Professor wichtige Voraussetzungen für ein zufriedenes Leben.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.