Frauen aufgepasst
Lichen sclerosus: Über diese Krankheit solltet ihr sprechen

Darüber spricht man nicht! Frauen leiden oft im Stillen, wenn es um ihren Schambereich geht. Eine Ursache kann Lichen sclerosus sein. Bleibt diese Hautkrankheit unbehandelt, kann das schmerzhafte Folgen haben.
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Viele Frauen getrauen sich nicht mit ihrer Ärztin offen über Probleme im Intimbereich zu sprechen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lichen sclerosus betrifft etwa jede 50. Frau, oft spät erkannt
  • Unbehandelt drohen Vernarbungen, Schmerzen und vaginale Verengungen
  • Therapie mit Kortisonsalben: Tägliche Anwendung über 12 Wochen nötig
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Schweizer Illustrierte

Zwischen den Beinen brennt und juckt es, der Toilettengang ist eine Qual und der Sex unerträglich. Eine Pilzinfektion? Daran denken die meisten betroffenen Frauen oft, aber nur bei einem Teil stimmt das auch.

Lichen sclerosus ist wenig bekannt

Eine Ursache für die Beschwerden kann die chronischentzündliche Hauterkrankung Lichen sclerosus sein. Laut Schätzungen leidet jede 50. Frau daran – die meisten sind nach der Menopause und vor der Pubertät betroffen. Diese Krankheit ist wenig bekannt, und die Ärzte denken selten daran, sagt Dr. Frey. Weil die Beschwerden unspezifisch sind, erkennen die Spezialisten eine Erkrankung oft spät. Das kann gravierende Folgen haben.

Die befallene Haut der weiblichen Scham färbt sich weisslich, rot oder bräunlich. Hinzu kommen feine Fältchen und verdickte, harte Hautstellen. Bleibt die Krankheit unerkannt, kommt es zu Vernarbungen, die inneren Schamlippen können verschmelzen oder gar verschwinden – was den Eingang der Vagina verengt. Dadurch kann der Damm beim Sex reissen, und das verursacht sehr starke Schmerzen. Ist die Vulva vollständig zerstört, hilft nur eine chirurgische Rekonstruktion.

Die Entzündung lässt sich aufhalten

Geheilt werden kann Lichen sclerosus nicht, die Entzündung lässt sich nur aufhalten, mit hoch dosierten Kortisonsalben. Ist die Krankheit akut, muss die Salbe während zwölf Wochen täglich aufgetragen werden. Danach zweimal wöchentlich – oftmals ein Leben lang. Die Ursache von Lichen sclerosus ist unklar, ansteckend ist die Krankheit nicht.

Die Patientinnen können mit der geeigneten Therapie eine gute Lebensqualität erreichen. Wichtig ist aber, dass man die psychische Seite der Krankheit nicht vergisst, denn oft leiden die Frauen jahrelang still vor sich hin.

Infos zur Krankheit und Therapie findest du hier.

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