Darum gehts
- Bis 2050 sind weltweit 1,8 Milliarden Menschen von Masld betroffen
- Masld-Risiken: Hoher Blutzucker, Übergewicht, Rauchen, Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit
- Zunahme um 42 Prozent von 2023 bis 2050 prognostiziert
Einer neuen Studie zufolge werden bis 2050 fast zwei Milliarden Menschen von einer metabolischen Lebererkrankung (Masld) betroffen sein. Die mit einer Fettleber einhergehende Stoffwechselstörung zählt weltweit zu den häufigsten und am schnellsten zunehmenden Lebererkrankungen.
Schon jetzt leidet weltweit jeder sechste Mensch an Masld. Diese Zahl wird aufgrund von Bevölkerungswachstum, Übergewicht und hohem Blutzucker voraussichtlich weiter steigen. Genauer gesagt, wird diese Lebererkrankung laut einer am Freitag in der Fachzeitschrift «Lancet Gastroenterology & Hepatology» veröffentlichten Studie bis 2050 weltweit 1,8 Milliarden Menschen betreffen. Aktuell leben nach Schätzungen aus dem Jahr 2023 1,3 Milliarden Menschen auf der Erde mit Masld, was einem Anstieg von 143 Prozent in nur drei Jahrzehnten entspricht.
Diese Faktoren beeinflussen die Erkrankung
1990 lebten nur etwa 500 Millionen Menschen mit Masld. Die 1,8 Milliarden Betroffenen im Jahr 2050 entsprächen einem weiteren Anstieg von 42 Prozent im Vergleich zu 2023.
Ein hoher Blutzuckerspiegel war weltweit der Hauptfaktor für gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit Masld, gefolgt von einem hohen Body-Mass-Index (BMI) und Rauchen. Zudem bestehen starke Zusammenhänge zwischen Masld und Typ-2-Diabetes sowie Fettleibigkeit. Zu den schwersten Komplikationen zählen ausserdem Leberzirrhose und Krebs.
Masld-Patienten werden jünger
Zunächst verursacht die Erkrankung meist keine Symptome, und viele Betroffene bekommen nichts davon mit. Sie wird oft erst entdeckt, wenn sich die Patientin oder der Patient aus einem anderen Grund untersuchen lässt.
Zu den Symptomen einer starken metabolisch assoziierten, steatotischen Lebererkrankung können enorme Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein sowie Schmerzen oder Beschwerden in der Leber gehören, die im Bauchraum unterhalb der rechten Seite der Rippen spürbar sind.
Die Studie wurde vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME), einem Forschungsinstitut für öffentliche Gesundheit an der University of Washington in der US-Stadt Seattle, geleitet. Die Autoren warnten, dass Masld zunehmend auch jüngere Erwachsene betrifft.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.