Darum gehts
- Sommer bringt versteckte Kalorienfallen durch Snacks, alkoholische und gezuckerte Getränke.
- 2 Deziliter Wein liefern etwa 140 kcal.
- Bewusst wählen: Leichtere Alternativen, Wasser statt Zuckergetränke, Balance im Alltag.
Im Sommer verschiebt sich das Essverhalten: Es wird häufiger zwischendurch gegessen und getrunken – am See, auf der Terrasse oder beim Grillieren. Einzelne Snacks oder Drinks fallen dabei kaum ins Gewicht, summieren sich aber über den Tag stark.
Typische Kalorienlieferanten sind dabei nicht nur klassische Snacks wie Bratwurst oder Pommes, sondern auch Getränke – insbesondere alkoholische und gezuckerte Varianten. Genau hier entsteht oft die grösste «unsichtbare» Kalorienmenge.
Alkohol und Drinks: unterschätzt, aber energiereich
Alkohol gehört zu den wichtigsten versteckten Kalorienquellen im Sommer. Der Grund: Er liefert pro Gramm rund 7 kcal (29 kJ) – und wird oft zusätzlich mit Zucker kombiniert.
Ein konkretes Beispiel zeigt das deutlich:
Zwei Deziliter Wein enthalten rund 20 g Alkohol, das entspricht etwa 140 kcal (580 kJ), ohne Zuckeranteil. Süsse Mixgetränke wie Aperol Spritz oder Cola-basierte Drinks liegen entsprechend noch höher. Selbst scheinbar leichte Sommerdrinks können damit schnell eine kleine Mahlzeit ersetzen.
Wer Kalorien sparen möchte, muss nicht komplett verzichten. Oft reicht es, auf trockene Varianten zu setzen oder Drinks mit Mineralwasser zu verlängern. Dadurch sinkt die Energiedichte deutlich, ohne dass der Geschmack verloren geht.
Sommeressen: grosse Unterschiede bei ähnlichem Genuss
Auch bei Essen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen klassischen Sommergerichten und leichteren Alternativen. Ein Hamburger vom Grill mit Käse und Ketchup kann beispielsweise locker über 700 kcal enthalten und damit fast einer kompletten Hauptmahlzeit entsprechen. Pommes oder Bratwürste mit Brot bewegen sich in einer ähnlichen Grössenordnung.
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Leichtere Alternativen wie gegrilltes Fleisch mit Salat oder Gemüse liefern dagegen deutlich weniger Energie und sättigen oft besser, da sie mehr Volumen bei weniger Fett bieten. Der entscheidende Punkt: Es geht weniger um «verboten» oder «erlaubt», sondern um die Kombination und Häufigkeit solcher Mahlzeiten.
Glace: kleine Kugel, grosser Unterschied
Glace bleibt einer der beliebtesten Sommerklassiker – aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick: Cremige Sorten mit Rahm sind deutlich kalorienreicher als fruchtige Sorbets. Eine Kugel kann rund 125 kcal enthalten, während ein Sorbet oft fast halb so viel Energie liefert. Der Unterschied wirkt klein, macht sich aber bemerkbar, wenn mehrere Portionen oder zusätzliche Desserts dazukommen.
Muss man «Sünden» mit Sport ausgleichen?
Nach üppigen Sommerabenden greifen viele zur Idee, Kalorien am nächsten Tag durch Sport zu kompensieren. Fachlich gilt das jedoch als wenig sinnvoll. Bewegung sollte nicht als Strafe verstanden werden, sondern als fixer Bestandteil eines gesunden Alltags. Entscheidend ist die Gesamtbilanz über Tage und Wochen – nicht einzelne Mahlzeiten.
So gelingt Balance im Sommeralltag
Die wichtigste Strategie ist simpel: bewusst wählen statt verzichten. Wer seine Lieblingsprodukte kennt und gezielt kombiniert, kann Genuss und Ernährung gut verbinden.
Hilfreich ist dabei auch ein einfacher Rhythmus:
- Tagsüber eher leichter essen.
- Abends ausgewogen mit Gemüse und Eiweiss kombinieren.
- Genug trinken (idealerweise Wasser oder ungesüsste Getränke).
So bleibt der Sommer genussvoll – ohne dass sich die Kalorien unbemerkt anhäufen.
Menge und Kombination machen Unterschied
Sommeressen und -drinks sind nicht das Problem – die Menge und Kombination macht den Unterschied. Wer weiss, wo die Kalorien stecken, kann fast alles weiterhin geniessen und bleibt trotzdem in Balance.
Dieser Artikel erschien zuerst auf diva.sk. Das Lifestyle-Magazin aus der Slowakei gehört wie Blick zu Ringier.