Darum gehts
- Experte empfiehlt Morgenroutine zur Schlaganfallprävention mit sechs Gewohnheiten
- Künstliche Süssstoffe wie Xylit erhöhen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Mindestens 7000 Schritte täglich können das Schlaganfallrisiko senken
Die gute Nachricht zuerst: Es gibt einfache Schritte, die helfen können, das Schlaganfallrisiko zu senken. Der Kardiologe Christie M. Ballantyne, Leiter der Kardiologie und kardiovaskulären Forschung am Baylor College of Medicine und am Texas Heart Institute, setzt selbst jeden Morgen konsequent auf eine feste Routine. Seine Routine besteht aus sechs einfachen Gewohnheiten, die er direkt nach dem Aufwachen empfiehlt – und die auch du kennen solltest.
Meditation oder eine Umarmung
Ein möglichst tiefer Stresspegel kann helfen, das Schlaganfallrisiko zu senken. Meditation kann den Blutdruck reduzieren. Laut Ballantyne müsse es dafür nicht zwingend klassische Meditation sein. Auch Beten oder inspirierende Texte könnten beruhigend wirken. Selbst Umarmungen können helfen, Stress abzubauen.
Körperliche Nähe senkt laut Studien den Cortisolspiegel. «Wer nicht gerne umarmt, sollte zumindest regelmässig den Kontakt zu Freunden oder Familie pflegen», empfiehlt Ballantyne. Zwischenmenschliche Beziehungen seien wichtig, um Stress zu reduzieren.
Vorsicht bei künstlichen Süssstoffen im Kaffee
«Bis zu vier Tassen Kaffee pro Tag sind grundsätzlich unproblematisch», so der Experte. Entscheidend ist jedoch, womit der Kaffee gesüsst werde. Vor künstlichen Süssstoffen wie Sorbit oder Xylit warnt der Experte. Besonders Xylit wird mit einem erhöhten Risiko für Blutgerinnsel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfällen in Verbindung gebracht.
Wer vor der Arbeit keine Zeit fürs Fitnessstudio hat oder nicht trainieren möchte, kann trotzdem mehr Bewegung in den Alltag bringen. Ballantyne empfiehlt etwa den Arbeitsweg mit dem Velo, einen längeren Fussweg oder die Treppe statt des Lifts.
Studien deuten zudem darauf hin, dass langes Sitzen das Schlaganfallrisiko erhöhen kann. Eine ideale Schrittzahl gebe es entgegen dem 10'000-Schritte-Mythos zwar nicht. Ballantyne empfiehlt jedoch mindestens 7000 Schritte pro Tag.
Entsorgung von Zigaretten und E-Zigaretten
«Rauchen gehört zu den grössten Risikofaktoren für Schlaganfälle», warnt Ballantyne. Doch auch E-Zigaretten sind nicht harmlos. Wer regelmässig dampft, nimmt schädliche Stoffe direkt über den Blutkreislauf auf. Studien zeigen zudem einen klaren Zusammenhang zwischen dem Konsum herkömmlicher Zigaretten und dem Dampfen.
Hüttenkäse mit frischem Obst ist für Ballantyne das ideale Frühstück. Dazu kombiniert er etwa Pflaumen oder Cantaloupe-Melonen mit Leinsamen. Diese gelten als wahres Wundermittel: Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe, die sich positiv auf die Gefässgesundheit auswirken können.
Medikamente nach ärztlicher Verordnung
Wichtig sei zudem, stark zuckerhaltige Frühstücksprodukte zu vermeiden. «Ein hoher Zuckerkonsum kann das Risiko für Diabetes erhöhen», so Ballantyne. Diabetes gilt als wichtiger Risikofaktor für Schlaganfälle.
Herzmedikamente wie solche gegen Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte sollten konsequent nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Ein unregelmässiges Einnehmen kann das Risiko für Schlaganfälle erhöhen. Wichtig ist auch, die Therapie nicht eigenständig zu verändern oder abzusetzen, sondern Rücksprache mit dem Arzt zu halten.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.