Neue Studie zeigt erstaunlichen Effekt
Das passiert mit deinem Herzen, wenn du abnimmst

Amerikanische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und einer verbreiteten Form von Herzschwäche gefunden. Die gute Nachricht: Das Herz erholt sich beim Abnehmen überraschend schnell wieder.
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Herzschwäche galt lange als chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Adipositas schwächt das Herz und erhöht das Risiko für Herzinsuffizienz
  • Menschen mit einer Herzschwäche haben eine hohe Sterbensrate
  • Eine Gewichtsreduktion von 12 Prozent verbessert die Herzfunktion massiv
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Jonas DreyfusService-Team

Dass Übergewicht dem Herzen schadet, ist bekannt. Folgeerkrankungen wie hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes sorgen dafür, dass das lebenswichtige Organ stärker beansprucht wird als bei einem Menschen mit Normalgewicht.

Es gibt aber noch andere Arten, wie Adipositas das Herz schwächt, wie Forscher des Instituts Johns Hopkins Medicine mit Sitz in Baltimore, Maryland (USA), jüngst herausgefunden haben. Sie stellten einen starken Zusammenhang zwischen starkem Übergewicht und der sogenannten Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) fest.

Wenn der Herzmuskel versteift

Rund 6,6 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten leiden an einer Herzinsuffizienz. Fast die Hälfte von ihnen hat HFpEF, das laut American College of Cardiology eine Einjahres-Sterblichkeitsrate von 20 bis 29 Prozent aufweist. Je nach Patientengruppe sterben innerhalb eines Jahres also 20 bis 29 Prozent der Betroffenen.

«Bei HFpEF scheint sich die Hauptkammer des Herzens normal zusammenzuziehen. Sie ist jedoch steifer und entspannt sich langsamer, weshalb sie sich nur erschwert füllen kann», sagt Studienleiter David Kass in einem Bericht des Hopkins-Instituts. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass eine chemische Veränderung in den Zellen dafür verantwortlich ist. Sie führt dazu, dass sich die Leistung des Herzmuskels verringert und er deshalb weniger Kraft entwickelt.

Neue Studie macht Hoffnung

Eine andere aktuelle US-Studie zum Thema Herzschwäche macht Hoffnung – die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift «Circulation», wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt.

Forscher begleiteten 312 Erwachsene mit einem Body-Mass-Index von mindestens 40 und einer eingeschränkten Herzfunktion beim Abnehmen. Ein BMI von 40 bedeutet eine Adipositas dritten Grades. Es ist die höchste und schwerste Adipositas-Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation.

BEO
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Eine besonders detaillierte Untersuchung des Herzens machte schon nach sechs Monaten mit einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von zwölf Prozent bei den Teilnehmenden der Studie eine Verbesserung sichtbar – nicht nur, was die Kontraktion, sondern auch die Entspannung des Herzmuskels betrifft.

Herzschwäche kann sich erholen

In einem Fall verbesserte sich die Fähigkeit des Herzens, sich zu entspannen und zu füllen, um 22 Prozent. Die Kraft der Muskelzellen von Teilnehmenden, die mindestens zehn Prozent ihres Körpergewichts verloren, erreichten nahezu normale Werte.

Herzschwäche galt lange als chronische Erkrankung, deren Verlauf sich bremsen, aber nicht stoppen lässt. Die neuen Studien zeigen, dass sich geschädigte Herzmuskeln unter bestimmten Bedingungen zumindest teilweise erholen können. Sogar bei stark übergewichtigen Personen, die an einer besonders gefährlichen und weit verbreiteten Form der Herzinsuffizienz leiden.

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