Magen & Kreislauf
Eiskaltes Wasser bei Hitze? Warum Experten davon abraten

Ein Glas Eiswasser wirkt bei 30 Grad verlockend. Doch stark gekühlte Getränke können Magen und Kreislauf belasten. Was du an heissen Tagen besser trinken solltest.
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Stark gekühlte Getränke können bei grosser Hitze unerwünschte Reaktionen auslösen – insbesondere bei empfindlichen Menschen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Eiskaltes Wasser kann bei Hitze den Körper belasten, warnen Experten
  • Stark gekühlte Getränke können Magenkrämpfe und Blutgefässverengung auslösen
  • Experten empfehlen kühl statt eisig, dazu wasserreiche Lebensmittel wie Gurken
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Wenn die Temperaturen steigen, greifen viele automatisch zur eiskalten Wasserflasche. Schliesslich verspricht kaum etwas mehr Erfrischung als ein Schluck Eiswasser an einem heissen Sommertag. Doch genau das könnte den Körper stärker belasten als gedacht.

Zwar ist kaltes Wasser grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich. Experten weisen jedoch darauf hin, dass stark gekühlte Getränke bei grosser Hitze unerwünschte Reaktionen auslösen können – insbesondere bei empfindlichen Menschen.

Warum Eiswasser den Körper stressen kann

An heissen Tagen arbeitet der Organismus bereits auf Hochtouren, um die Körpertemperatur zu regulieren. Gelangt nun sehr kalte Flüssigkeit in den Körper, muss dieser den Temperaturunterschied ausgleichen.

Bei manchen Menschen kann das dazu führen, dass sich Blutgefässe vorübergehend zusammenziehen. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten deshalb besonders vorsichtig sein und auf extrem kalte Getränke verzichten.

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Mögliche Folgen für Magen und Verdauung

Auch der Verdauungstrakt reagiert nicht immer begeistert auf Eiswasser. Einige Menschen berichten nach sehr kalten Getränken über Magenkrämpfe, Völlegefühl oder Unwohlsein.

Vor allem direkt nach dem Essen kann stark gekühlte Flüssigkeit bei empfindlichen Personen Beschwerden auslösen. Wissenschaftlich ist zwar nicht belegt, dass kaltes Wasser grundsätzlich die Verdauung stört, dennoch vertragen viele Menschen Getränke in moderater Temperatur besser.

Löscht Eiswasser den Durst schlechter?

Ein häufig gehörter Tipp lautet, dass Wasser bei Raumtemperatur schneller vom Körper aufgenommen wird. Tatsächlich muss der Organismus stark gekühlte Getränke zunächst etwas erwärmen.

Der Unterschied bei der Flüssigkeitsaufnahme ist jedoch gering. Entscheidend bleibt vor allem, überhaupt ausreichend zu trinken. Wer sein Wasser lieber kühl mag, muss deshalb nicht darauf verzichten.

Was bei Hitze am besten hilft

Am sinnvollsten sind Wasser oder ungesüsste Getränke, die kühl, aber nicht eiskalt sind. Wichtig ist zudem, regelmässig über den Tag verteilt zu trinken und nicht erst dann, wenn bereits starker Durst auftritt.

Wer viel schwitzt oder Sport treibt, verliert zusätzlich Mineralstoffe. In solchen Fällen können elektrolythaltige Getränke oder mineralstoffreiche Lebensmittel hilfreich sein.

Auch wasserreiche Lebensmittel unterstützen die Flüssigkeitsversorgung. Besonders geeignet sind:

  • Wassermelonen
  • Gurken
  • Tomaten
  • Pfirsiche
  • Orangen
  • Erdbeeren

Weitere Tipps für heisse Tage

Nicht nur ausreichendes Trinken schützt vor den Folgen der Hitze. Experten empfehlen ausserdem:

  • Körperliche Anstrengungen in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.
  • Wohnräume tagsüber abzudunkeln.
  • Morgens und nachts zu lüften.
  • Leichte, luftige Kleidung zu tragen.
  • Sonnencreme zu verwenden.
  • Möglichst regelmässig schattige oder klimatisierte Orte aufzusuchen.

Das Wichtigste bleibt jedoch die Flüssigkeitszufuhr. Ob das Wasser kühl oder lauwarm ist, spielt eine deutlich kleinere Rolle als die Menge, die über den Tag getrunken wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf medonet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.


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