Darum gehts
- 80 Prozent der Schweizer haben im Laufe ihres Lebens Kopfschmerzen.
- Die Schmerzen können sich durch einen Medikamentenübergebraucht verschärfen.
- Die «10-20-Regel» erlaubt monatlich maximal 10 Tage Schmerzmittel und 20 Tage Pause.
Kopfweh ist in der Schweiz weit verbreitet. Gemäss dem Kopfwehzentrum Zürich leiden rund 80 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens irgendwann an Verspannungen an Kopf, Nacken und Schultern, die sich in einem dumpfen, drückenden Schmerz im Schädel äussern.
Von Migräne, einem neurologischen Leiden, sind bei uns mehr als eine Million Menschen betroffen. Typisch sind meist starke, pulsierende oder pochende Schmerzen, die häufig eine Kopfseite betreffen. Behandelt werden die Schmerzen vor allem mit Medikamenten: Ibuprofen, Diclofenac oder spezielle Migränemittel wie Triptane.
Der Teufelskreis der Schmerzmittel
Die Pillen wirken schnell – und bergen ein Risiko. Wer sie bei Beschwerden zu oft einnimmt, kann an sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen erkranken. Die Beschwerden treten dann immer öfter auf und werden irgendwann chronisch. In die Spirale eines Medikamentenübergebrauchs können Menschen geraten, die an 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen haben und über mehrere Monate regelmässig Schmerzmittel dagegen einnehmen.
Warum zu viel Medizin den Schädel brummen lässt, ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich verändert die häufige Einnahme das schmerzverarbeitende System im Gehirn: Es reagiert zunehmend empfindlicher, die Schmerzschwelle sinkt. Gleichzeitig lässt die Medikamentenwirkung zwischen den Einnahmen nach.
Die «10-20-Regel» als Schutz
Der auf Schmerztherapie spezialisierte Allgemeinmediziner Oliver Emrich sagt in der Zeitschrift «Apotheken Umschau»: «Der Kopfschmerz kann sich durch den Schmerzmittelgebrauch verselbstständigen. Mitunter tritt er häufiger auf, dauert länger und wird intensiver.»
Es gibt mehr als 200 Arten von Kopfschmerzen: Primäre Kopfschmerzen sind unter anderem klassische Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen, wobei sekundäre Kopfschmerzen oft Begleitsymptome einer anderen Erkrankung oder die Nebenwirkung gewisser Medikamente sind.
Die Onlinepraxis santé24 bietet für Kopfschmerzen und Migräne eine fachärztliche Sprechstunde an. Im Rahmen dieser wird eine ausführliche Anamnese erhoben inklusive Diagnosestellung mit anschliessender Behandlung im telemedizinischen Setting.
Reservieren Sie sich jetzt telefonisch oder via Formular einen Termin
Es gibt mehr als 200 Arten von Kopfschmerzen: Primäre Kopfschmerzen sind unter anderem klassische Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen, wobei sekundäre Kopfschmerzen oft Begleitsymptome einer anderen Erkrankung oder die Nebenwirkung gewisser Medikamente sind.
Die Onlinepraxis santé24 bietet für Kopfschmerzen und Migräne eine fachärztliche Sprechstunde an. Im Rahmen dieser wird eine ausführliche Anamnese erhoben inklusive Diagnosestellung mit anschliessender Behandlung im telemedizinischen Setting.
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Um das zu verhindern, empfehlen Fachpersonen die sogenannte «10-20-Regel». Nimm Schmerzmittel und Triptane an höchstens zehn Tagen im Monat ein. An mindestens 20 Tagen solltest du vollständig darauf verzichten. Dabei zählt nicht die Tablettenmenge pro Tag, sondern die Zahl der Einnahmetage.
Es kommt auf den Wirkstoff an
Die 10-20-Regel ist eine leicht verständliche Faustregel. Medizinisch unterscheiden sich die Grenzwerte allerdings je nach Wirkstoff: Bei Triptanen und Kombinationspräparaten gelten zehn Einnahmetage pro Monat als kritisch, bei einfachen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure sind es 15.
Wer diese Grenzen regelmässig überschreitet, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Besonders dann, wenn das Kopfweh immer häufiger auftritt und die Medikamente zunehmend schlechter wirken.
- Spannungskopfschmerzen: Es handelt sich um die verbreitetste Form von Kopfweh. Es äussert sich in einem dumpfen, drückenden Schmerz – typischerweise auf beiden Seiten – und fühlt sich oft an, als würde sich ein Ring um den Kopf zuziehen. Bewegung verschlimmert die Beschwerden meist nicht.
- Migräne: Sie tritt attackenartig auf und äussert sich oft in einem einseitigen, pulsierenden Schmerz mittlerer bis starker Intensität. Oft kommen Übelkeit und eine erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit hinzu. Körperliche Aktivität verschlimmert die Beschwerden häufig.
- Cluster-Kopfschmerzen: Diese seltene Form verursacht extrem starke, meist einseitige Schmerzen rund um ein Auge oder an einer Schläfe. Cluster-Kopfschmerzen beginnen unverhofft und treten oft über Wochen hinweg mehrmals täglich auf.
- Spannungskopfschmerzen: Es handelt sich um die verbreitetste Form von Kopfweh. Es äussert sich in einem dumpfen, drückenden Schmerz – typischerweise auf beiden Seiten – und fühlt sich oft an, als würde sich ein Ring um den Kopf zuziehen. Bewegung verschlimmert die Beschwerden meist nicht.
- Migräne: Sie tritt attackenartig auf und äussert sich oft in einem einseitigen, pulsierenden Schmerz mittlerer bis starker Intensität. Oft kommen Übelkeit und eine erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit hinzu. Körperliche Aktivität verschlimmert die Beschwerden häufig.
- Cluster-Kopfschmerzen: Diese seltene Form verursacht extrem starke, meist einseitige Schmerzen rund um ein Auge oder an einer Schläfe. Cluster-Kopfschmerzen beginnen unverhofft und treten oft über Wochen hinweg mehrmals täglich auf.