Italiener ist 97 Jahre alt
Krebsforscher schwört auf diese drei Gewohnheiten

Silvio Garattini (97) bringt mit bald 100 Jahren täglich beachtliche Distanzen hinter sich. Der Onkologe hält sich an Regeln, die wenig spektakulär sind – aber offenbar wirken.
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Der italienische Wissenschaftler Silvio Garattini setzt auf einfache Gewohnheiten, die gesundes Altern fördern sollen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Silvio Garattini rät zu kleineren Mahlzeiten für ein längeres Leben
  • Er läuft täglich fünf Kilometer und betont intuitive Ernährung
  • Die WHO empfiehlt 150 Minuten Bewegung pro Woche für die Gesundheit
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Jonas DreyfusService-Team

Er wurde für seine wissenschaftlichen Verdienste in die französische Ehrenlegion aufgenommen und mit dem italienischen Verdienstorden «Grande Ufficiale della Repubblica Italiana» ausgezeichnet – einer der höchsten staatlichen Ehrungen Italiens. 

Doch nicht nur die Gesundheit anderer liegt Silvio Garattini (97) am Herzen, der 1963 in Mailand das Mario-Negri-Institut für pharmakologische Forschung gründete. Auch sein eigenes Wohlbefinden geniesst beim Krebsforscher einen hohen Stellenwert. So hört Garattini jeweils auf zu essen, bevor er ganz satt ist, wie «Focus» berichtet

Die Okinawa-Formel

Ein ähnliches Prinzip ist unter dem Namen «Hara Hachi Bu» bekannt. Es stammt von Okinawa, einer subtropischen Inselgruppe im Süden Japans, und bedeutet, nur so lange zu essen, bis man ungefähr 80 Prozent satt ist. Okinawa zählt zu den sogenannten «Blue Zones» – Regionen der Erde, in denen Menschen besonders häufig ein hohes Alter erreichen.

Okinawanerinnen und Okinawaner scheinen ganz mühelos und von sich aus nach Vorsätzen zu leben, die sich viele von uns ein Leben lang vergebens fassen. Sie nehmen Nahrung massvoll zu sich, essen wenig Fleisch, viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Obst, bewegen sich ausgiebig im Alltag und verbringen viel Zeit in der Natur.

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Kleinere Mengen statt fünf Mahlzeiten

Garattini empfiehlt einen abwechslungsreichen Speiseplan. Die als gesund propagierte 5-Mahlzeiten-Regel (Morgenessen, Znüni, Mittagessen, Zvieri, Abendessen) hält er für überholt. «Für ein längeres Leben ist es nicht wichtig, fünfmal am Tag zu essen, sondern in kleinen Mengen», sagt Garattini gegenüber El Confidencial, einem beliebten spanischen News-Portal. 

Jeden Tag legt der bald 100-Jährige nach eigenen Angaben im Freien rund fünf Kilometer zu Fuss zurück. Zügig, sodass Herz und Lunge spürbar arbeiten müssen. 

Garattini empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche, das sind rund 20 Minuten pro Tag. Das entspricht der Empfehlung der WHO. Die Weltgesundheitsorganisation rät zu 150 Minuten moderatem Ausdauersport pro Woche. Plus: zwei Mal pro Woche zu einem Krafttraining von rund 20 Minuten mit Eigenkörpergewicht oder mit Hanteln respektive an Geräten. Wenn das Ausdauertraining intensiv ist, reichen gemäss WHO auch 75 Minuten pro Woche. 

Vier Schritte zu intuitivem Essen

Damit die «Hör auf, bevor du voll bist»-Diät gelingt, muss man etwas Wichtiges können oder es sich antrainieren: merken, auf welcher Sattheits-Stufe man sich gerade befindet. Intuitiv essen, wird das genannt. Diese vier Tipps machen es einfacher:

  1. Lebensmittel nicht in «gut» und «schlecht» einteilen.
  2. Sich fragen: Meldet sich der Körper wirklich, weil ihm Nahrung fehlt, oder isst man aus Gewohnheit, Langeweile oder Stress?
  3. Langsamer essen, Pausen machen.
  4. Den Signalen des Körpers vertrauen.
BEO
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