Darum gehts
- Sauerkirschsaft fördert Schlaf durch erhöhten Melatoninspiegel, empfiehlt Ernährungsexpertin.
- Ein Glas (225 ml) oder 30 ml Konzentrat vor Schlafengehen empfohlen.
- Zusätzlich gesund: weniger Entzündungen, weniger Zucker, aber mögliche Magenbeschwerden.
Ewiges Hin- und Herwälzen und ein nicht enden wollendes Gedankenkarussell: Das Thema Einschlafen ist für viele Menschen der Endgegner. Laut der Ernährungsberaterin Dana Hunnes, Expertin am Ronald Reagan UCLA Medical Center, kann dir aber ein einfaches Getränk am Abend helfen: Sauerkirschsaft. Studien zeigen, dass er den natürlichen Melatoninspiegel erhöhen kann. Das kann das Einschlafen erleichtern und die Schlafqualität verbessern. Am besten trinkt man den Saft ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen.
Auch die Temperatur könnte eine Rolle spielen: Warme Getränke wirken eher entspannend, kalte dagegen anregend. «Probieren Sie warmen Sauerkirschsaft», rät die Ernährungsberaterin. Wichtig ist zudem ein kühles Schlafzimmer – idealerweise zwischen 16 und 19 Grad Celsius.
Wie viel Sauerkirschsaft?
Klare Richtlinien bei der Menge gibt es bisher nicht. Laut Verywell Health raten Experten jedoch, mit rund 225 Millilitern Sauerkirschsaft oder etwa 30 Millilitern Konzentrat zu beginnen. Das entspricht ungefähr einem grossen Glas Sauerkirschsaft oder etwa zwei Esslöffeln Konzentrat. Zu viel sollte man allerdings nicht trinken. Wer vor dem Schlafengehen grosse Mengen Flüssigkeit zu sich nimmt, wacht nachts womöglich häufiger auf, um auf die Toilette zu gehen – und genau das kann den Schlaf wieder stören.
Vorsicht vor Nebenwirkungen
Sauerkirschsaft soll nicht nur beim Einschlafen helfen. Studien zeigen, dass das Getränk auch weitere Vorteile für die Gesundheit haben könnte. Dazu gehören weniger Entzündungen und sogenannter oxidativer Stress. Damit ist gemeint, dass der Körper weniger durch schädliche Stoffe belastet wird. Zudem kann die antioxidative Wirkung des Körpers gestärkt werden – der Körper ist besser vor solchen schädlichen Stoffen geschützt. Ausserdem könnte Sauerkirschsaft das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu vielen anderen Fruchtsäften enthält er oft weniger Zucker.
Ganz ohne Nebenwirkungen ist der Saft allerdings nicht. Er enthält Sorbit, einen Zuckeralkohol, der vom Körper nur teilweise verarbeitet wird. Bei manchen Menschen kann das zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte deshalb mit kleinen Mengen starten und beobachten, wie der Körper darauf reagiert.
Dieser Artikel erschien zuerst auf onet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.