Experte klärt Mythen auf
So wirkt Zitronenwasser tatsächlich im Körper

Zitronenwasser wird nachgesagt, dass es eine entgiftende Wirkung hat und zudem die Fettverbrennung ankurbelt. Monika Mikolajska testete das Wundermittel in einem Selbstexperiment. Für die Reflexion tauschte sich die Autorin zudem mit einem Experten aus.
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Viele Mythen ranken sich um Zitronenwasser: Dem Getränk wird unter anderem nachgesagt, dass es eine entgiftende Wirkung hat und bei der Abnahme hilft. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Monika Mikolajska testete zwei Wochen Zitronenwasser statt Kaffee, fühlte sich fitter
  • Experte: Kein Nachweis für Entgiftung oder Gewichtsverlust, aber positive Nebenwirkungen
  • Zitronensäure schützt vor Nierensteinen, 2 Gläser Wasser vor Essen mindern Hunger
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Wiebke Köhne

Zwei Wochen lang trank Autorin Monika Mikolajska jeden Morgen Zitronenwasser auf nüchternen Magen. Ihr Fazit vorweg: Von Gewichtsabnahme und Entgiftung merkte sie nichts. Ihre Erfahrungen schildert sie in ihrem persönlichen Bericht auf «Medonet».

Auch wenn es für Mikolajska nicht ganz einfach war: Jeden Morgen trank sie statt ihres geliebten Kaffees warmes Wasser mit Zitrone. Dazu verwendete sie entweder eine grosse Zitronenscheibe oder einen Esslöffel frisch gepressten Saft. «Die Wirkung war schon am ersten Tag nach nur wenigen Minuten spürbar», schwärmt die Autorin in ihrem Bericht. 

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Fitter ohne Kaffee

Zuerst breite sich ein warmes Gefühl über Brust, Bauch und dann über den ganzen Körper aus. Man spüre einen Energieschub, der den Geist langsam wachrüttele, so Mikolajska – im Gegensatz zu der abrupten Wirkung von Kaffee. «Ein Schluck warmes, leicht säuerliches Wasser nach dem Aufwachen ist ein wunderbares Gefühl», sagt sie. Zudem habe sich das Getränk den ganzen Tag positiv auf ihre Stimmung ausgewirkt. Stress und Anspannung hätten sich im Alltag weniger bemerkbar gemacht.  

Für sie besonders überraschend: Ihre Konzentration sei durch das Zitronenwasser angestiegen. «Eigentlich hatte ich mit dem Gegenteil gerechnet, da ich auf Kaffee verzichtete», hält Mikolajska fest. Nach dem Experiment wollte sie es genau wissen: Auf Anfrage erklärte ihr der Ernährungswissenschaftler Jakub Wozniak, was Zitronenwasser wirklich kann – und was nicht.

Experte räumt mit Mythen auf

Laut dem Experten tummeln sich viele falsche Informationen rund um den Gesundheits-Booster. Weder eine entgiftende noch eine direkte gewichtsreduzierende Wirkung könne nachgewiesen werden. Dennoch habe Zitronenwasser so seine Vorteile. 

Laut ihm verbessert die Zitrone vor allem den Geschmack von Wasser. Dadurch trinken die Menschen lieber und nehmen so genügend Flüssigkeit zu sich. Darin liegt der eigentliche Effekt, den die Autorin gespürt hat. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr verbessert nämlich die Gehirnfunktion, unterstützt den Stoffwechsel und führt zu mehr Wohlbefinden. Aber auch im Hintergrund wirkt die Zitrone: Vitamin C, Kalium und die Zitronensäure verringern das Risiko von Nierensteinen. 

Trinken hilft beim Abnehmen

Auch auf die Frage der Autorin, wann man das Zitronenwasser trinken sollte, hat Wozniak eine Antwort. Die hydratisierende Wirkung des Wassers ist immer dieselbe. Nach dem Schlafen füllt das Zitronenwasser den leeren Flüssigkeitshaushalt rasch wieder auf. Dadurch spürte die Autorin den Effekt so gut. Aber auch über den Tag verteilt kann das Getränk all jenen helfen, die den Geschmack von purem Wasser nicht mögen. Wer allerdings abnehmen will, nutzt laut dem Experten einen anderen Trick: Wer vor dem Essen zwei Gläser Wasser (mit oder ohne Zitrone) trinkt, füllt den Magen. Das dämpft den Hunger und man isst automatisch weniger. 

Neben den positiven Effekten kann Zitronenwasser auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wenn Menschen unter saurem Aufstossen oder Sodbrennen leiden, rät Wozniak vom Getränk ab. Die Säure kann die Symptome noch verstärken. Auch Menschen mit empfindlichen Zähnen sollten vorsichtig sein. Zitronensäure ist dafür bekannt, dass sie den Zahnschmelz angreift.

Dieser Artikel erschien zuerst auf medonet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.  

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