Darum gehts
- Hungergefühl während Diät laut Megan Rossi kein Erfolgssignal
- Verbote verstärken Heisshunger und reduzieren Energieverbrauch
- «Super-Sechs»-Lebensmittel fördern gesunde Ernährung und helfen beim Abnehmen
Während einer Diät hungrig ins Bett zu gehen, ist laut der Ernährungsexpertin Megan Rossi (37) kein Anzeichen für erfolgreiches Abnehmen. Ganz im Gegenteil: Restriktive Diäten sollen nachweislich zu schlechteren Ergebnissen bei der Gewichtskontrolle führen.
Die aus Australien stammende Wissenschaftlerin und Gründerin der Online-Plattform The Gut Health Doctor teilt auf Instagram regelmässig Einblicke in die Ernährungswissenschaften mit ihren Followern. In einem Post aus der vergangenen Woche warnt sie einmal mehr vor strengen Diäten und dem Verzicht auf einzelne Lebensmittelgruppen.
Fressattacken künden sich im Voraus an
Wie sie darin erklärt, beeinträchtigen Verbote weit mehr als nur unsere Willenskraft. Mit der Zeit reagiert der Körper mit einem gesteigerten Hungergefühl und reduziertem Energieverbrauch. Zudem verlangt er mit Signalen immer stärker nach den Lebensmitteln, die man eigentlich vermeiden möchte.
Erschwert werde der Verzicht noch durch den psychologischen Effekt der «verbotenen Frucht». Das Phänomen lässt sich häufig beobachten, wenn jemand eine Woche lang keine Schokolade isst – und am Ende eine ganze Tafel auf einmal verputzt. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Person ohne Verbot auf den ganzen Zeitraum verteilt weniger Schoggi gegessen hätte.
Hartnäckige Gewohnheiten können überwunden werden
Wer erfolgreich abnehmen möchte, sollte laut Rossi seine gewohnten Mahlzeiten vorerst beibehalten. Jedoch sollte man jedes Essen mit einer zusätzlichen Portion der «Super-Sechs» anreichern. Dabei handelt es sich um wenig verarbeitete Lebensmittel, die länger sättigen und zu einer gesunden Darmflora beitragen.
Die «Super-Sechs» Lebensmittelgruppen sind:
- Gemüse
- Früchte
- Vollkornprodukte
- Hülsenfrüchte (wie Bohnen und Linsen)
- Nüsse und Samen
- Kräuter
Sobald man sich an die gesunden Alternativen im Speiseplan gewöhnt hat, kann man damit beginnen, diese als festen Bestandteil in die Ernährung einzubauen. Wer ausgewogen isst, genügend schläft und sich regelmässig bewegt hat die besten Chancen, Fressanfälle zu vermeiden und in Kombination mit einem moderaten Kaloriendefizit langfristig Gewicht zu verlieren.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Nachrichtenportal gehört wie Blick zu Ringier.