Darum gehts
- Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sind bei Jugendlichen zunehmend ansteckend
- Studie mit 230'000 Schülern zeigt, dass soziale Ansteckung existiert
- Drei auf Studien und Experteneinschätzungen basierende Tipps zur Vorbeugung
Laut der «Aargauer Zeitung» hat der Gesundheitsökonom Julian Vedeler Johnsen von der Universität Bergen in Norwegen klare Hinweise auf soziale Ansteckung bei psychischen Erkrankungen gefunden. Besonders Depressionen und Angststörungen könnten durch das Umfeld beeinflusst werden.
Gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet man Depressionen als weit verbreitete psychische Störung, die durch Traurigkeit, Interesselosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen gekennzeichnet sein kann. Milde Formen können ohne Medikamente behandelt werden, mittlere bis schwere Fälle müssen jedoch medikamentös bzw. durch professionelle Gesprächstherapie behandelt werden.
Gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet man Depressionen als weit verbreitete psychische Störung, die durch Traurigkeit, Interesselosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen gekennzeichnet sein kann. Milde Formen können ohne Medikamente behandelt werden, mittlere bis schwere Fälle müssen jedoch medikamentös bzw. durch professionelle Gesprächstherapie behandelt werden.
Wie die «Aargauer Zeitung» weiter berichtet, hat Johnsen mit Daten von 230'000 Oberstufenschülern untersucht, ob soziale Ansteckung tatsächlich existiert. Sein Team analysierte, was mit neuen Mitschülern passiert, wenn sie mit bereits diagnostizierten Jugendlichen in eine Klasse kommen. «Wir finden klare Hinweise auf tatsächliche soziale Ansteckung», erklärt Johnsen.
Wer unter Depressionen leidet, sollte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und eine therapeutische Behandlung in Betracht ziehen. Welche Massnahmen bieten sich vorbeugend oder in Begleitung einer Therapie an? Blick listet drei mögliche Massnahmen auf.
Lange Spaziergänge
Spanische Forscher haben herausgefunden, dass die Anzahl der täglich zurückgelegten Schritte das Depressionsrisiko beeinflusst. Und: Schon ein Plus von 1000 Schritten pro Tag verringert die Häufigkeit auftretender Depressionen um jeweils neun Prozent. Bei längeren Gehstrecken von über 7000 Schritten sinkt das Risiko um fast ein Drittel. Betrachtet wurden dabei Daten von mehr als 96'000 Probanden.
Raus in die freie Natur
Der Aufenthalt in der Natur stärkt das psychische Wohlbefinden. Eine dänische Studie zeigt: Kinder, die kaum Zugang zu Grünflächen hatten, weisen ein bis zu 55 Prozent höheres Risiko auf, später an einer psychischen Störung zu erkranken.
Den heilenden Aspekt der Natur betonte vor einiger Zeit auch die Luzerner Psychotherapeutin Margarethe Letzel im Gespräch mit Blick: «Steckt man in einem tiefen Loch, fühlt man oft nichts mehr. Stellt man sich dann zum Beispiel in der Natur vor einen Baum, berührt die Rinde und riecht den Duft von Harz, hilft das, wieder mit den Körpersinnen wahrzunehmen.»
Kräuter und Nahrungsmittel
Welche Kräuter und Nahrungsmittel heben die Stimmung? Beatrice Styger, Gründerin und Schulleiterin der Medicus Fachschule für Naturheilkunde, empfiehlt unter anderem Johanniskraut – wegen der aufhellenden Wirkung. Weiter nennt sie Safran. Die Pflanze enthält stimmungsaufhellende Botenstoffe wie Serotonin, Norepinephrin und Dopamin. «Schon in der Antike wusste man, dass Safran Melancholie entgegenwirkt», sagt Styger.
Wissenschaftler des Instituts für Pharmakologie der polnischen Akademie der Wissenschaften kamen zudem zum Schluss, dass Zinkmangel eng mit Depressionen in Verbindung steht. Wer seinen Zinkbedarf decken will, hat unter anderem diese Lebensmittel zur Auswahl: Fleisch, Käse, Austern, Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne, Haferflocken oder grüne Erbsen.
Verzichten sollte man stattdessen auf Transfette, also ungesättigte Fettsäuren. Die spanische Medizinerin Almudena Sánchez Villegas und ihr Team belegten bereits 2011 einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem häufigen Konsum von Transfetten. Damals berichtete ORF über die Erhebung von Ernährungsgewohnheiten von mehr als 12'000 Menschen. Das erschreckende Fazit der Spanierin: «Transfett-Konsumenten hatten ein um bis zu 48 Prozent erhöhtes Risiko, an Depressionen zu erkranken – und zwar im Vergleich zu jenen Probanden, die solche Fette nicht zu sich nahmen.»
Beobachtest du eine Suchttendenz bei dir oder Angehörigen? Die folgenden Stellen bieten Hilfe:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand
Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
Telefon 147 oder www.147.ch
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
www.spielsucht-radix.ch
Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
www.ziss.ch
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
www.zistig.ch
Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.
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Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
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Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
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Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
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Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
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Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.