Was wird aus dem Champagner?
Moët & Chandon reagiert auf den Klimawandel

Die Champagne profitiert von ihrer nördlichen Lage. Dennoch macht der Klimawandel auch hier den Winzern zu schaffen. Bei Moët & Chandon sucht man mittels eines Rebgartens nach Antworten für die Zukunft.
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Der Grenzstein zeigt, in wessen Parzellen man sich befindet. Begrünung ist heute Standard.
Foto: Stefan Keller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Erderwärmung hat auch Folgen für nördlich gelegene Weinbaugebiete wie die Champagne
  • Biodiversität soll helfen, den Weinbau für die Zukunft fit zu machen
  • Mit dem Projekt Essentia will Moët & Chandon die Biodiversität in seinen Rebgärten fördern
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Stefan KellerRedaktor Wein

Die sich rasch verändernden klimatischen Bedingungen haben zur Folge, dass sich Champagnerhäuser in England breitmachen. Das ist eine radikale Lösung. In der Heimat justiert man die Produktion.

Begrünung der Weingärten, ein Erziehungssystem der Reben, das Trauben in grösserer Distanz zum Boden reifen lässt, neue Sorten, das Pflanzen von Hecken zwischen den Weingärten. Massnahmen wie diese sollen helfen, dass Trockenheit und Hitze eine für die Herstellung eines Champagners gewünschte Ernte nicht aus dem Gleichgewicht bringen. 

Biodiversität als Abwehrschild

Mit dem Projekt Essentia, 2019 gestartet, will Moët & Chandon die Biodiversität in seinen Rebgärten fördern und die Erkenntnisse auch den über 2000 Zuliefererfamilien zukommen lassen. Die Resultate können in eine Produktionsfläche von 5000 Hektar einfliessen.

Champagner, wie wir ihn heute kennen, wird praktisch ausschliesslich aus drei Sorten hergestellt: Pinot noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Sie treten einzeln oder im Verbund auf. Zugelassen sind zudem Arbane, Petit Meslier, Pinot gris und Pinot blanc und seit kurzem auch Voltis, eine Sorte aus der Gruppe der Pilzwiderstandsfähigen, man nennt sie auch Piwi.

Wer macht das Rennen?

Im Conservatoire de la Biodiversité Essentia sind diese acht offiziell zugelassenen Sorten versammelt, weitere 195 trug man aus eigenen und fremden Weingärten der Champagne zusammen. Ob und wie diese das Trio Pinot noir, Pinot Meunier und Chardonnay dereinst ergänzen oder sogar ersetzen werden, das wird die Zukunft weisen. Die drei Hauptsorten sind im Rebgarten mit je 600 Klonen vertreten, also mit Stöcken aus derselben Familie, deren Mitglieder sich jedoch leicht voneinander unterscheiden.

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