Darum gehts
- Tipps für erfolgreiche Weindegustationen: Grundlage, Spucken und Konzentration
- Geruchssinn einsetzen, Wasser trinken und zwischen Proben neutralisieren
- Fünf wichtige Regeln für eine optimale Weindegustation vorgestellt
Ganz gleich, zu welcher Tageszeit die Degustation stattfindet: Ein gutes Bödeli ist Pflicht. Wer schon am Vormittag probiert, sollte vorher ordentlich frühstücken, etwa mit Eiern und Speck. Auch wenn die Alkoholkonzentration im Blut dadurch kaum sinkt, fühlt sich der Rausch auf vollen Magen deutlich abgeschwächt an.
Auch wenn ein hervorragender Wein zum Trinken einlädt, sollte man ihn bei Degustationen konsequent ausspucken. Nur so lassen sich viele Proben bewältigen, ohne dass der Alkohol zu stark wirkt. Zu Hause oder im Restaurant schmeckt der Wein ohnehin besser und kann dann in Ruhe getrunken werden.
Es reicht völlig, einen Wein einmal über die Zunge laufenzulassen. Mehrere Tastings desselben Tropfens bringen selten zusätzliche Erkenntnisse, erhöhen aber die Alkoholaufnahme über die Mundschleimhaut. Volle Konzentration gleich beim ersten Mal ist hier die beste Strategie.
Geruchssinn einsetzen, so oft es geht. Welche Aromen zeigen sich, wie klar und intensiv sind sie? Offenbaren sich Fehlnoten? Ein grosser Wein verrät sich oft schon durch die Nase. Wer darauf achtet, entdeckt viel, ohne Alkohol über die Mundschleimhaut aufzunehmen.
Zwischen den Proben unbedingt Wasser trinken. So bleibt der Gaumen frisch und die Wahrnehmung klar. Stilles, zimmerwarmes Mineralwasser eignet sich besser als kaltes oder kohlensäurehaltiges, weil es in grösseren Mengen bekömmlich ist und die Säurewahrnehmung weniger beeinflusst.