Darum gehts
- Spritzer oder G'spritzter nennen die Österreicher den Mix von Wasser und Wein
- Meist wird dafür Wein aus der Sorte Grüner Veltliner verwendet
- Die Mischung ist ein erfrischendes Sommergertränk
«Man bringe den Spritzwein», forderte Wiens Stadtpräsident 2010 nach erfolgreichen Koalitionsgesprächen zwischen der SPÖ und den Grünen.
Dieser Sager Michael Häuptls ist nur einer von vielen, mit dem er sich bei Links und Rechts viel Sympathie geholt hat.
Grüner Veltliner ist erste Wahl
Ein leichter österreichischer Qualitätswein ist die ideale Wahl, wenn es heissen soll: «Mein G’spritzter ist net deppat!»
Welche Sorte verwendet wird, variiert nach Lust, Laune und manchmal auch nach Lokalpatriotismus: Während Grüner Veltliner mit seiner würzigen Frische als Allrounder überall zum Einsatz kommt, schwören die Burgenländer auf den knackigen Welschriesling, die Steirer hingegen greifen immer öfter auch zum aromatischen Muskateller.
Wiener und Wienerinnen bevorzugen den Gemischten Satz, ihre Weissweinspezialität, die aus mehreren Sorten besteht.
Das Gesetz mischt sich ein
Diskussionslos gestaltet sich das Mischverhältnis, denn als inoffizielles Nationalgetränk gibts für den G’spritzten in der nationalen Weinbezeichnungsverordnung einen eigenen Paragrafen: Demnach muss ein G’spritzter aus mindestens 50 Prozent Wein und daneben aus höchstens 50 Prozent Soda- oder Mineralwasser bestehen.
Doch wo ein Gesetz ist, gibt es auch eine Ausnahme: Traditionsgemäss begnügt sich der Sommerg’spritzte mit einem Teil Wein und drei Teilen Wasser.