Barbera und Dolcetto
Unkomplizierte Alltagsweine aus dem Piemont

Wer sich durch den Dry January nicht von einem feinen Glas Wein abhalten lässt, leidet vielleicht unter einer anderen Art der Trockenheit: Ebbe im Portemonnaie. Das Problem kann gelöst werden …
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In der pittoresken Hügellandschaft des Piemont gedeihen Barbera und Dolcetto.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

  • Rotweine aus dem Piemont müssen nicht teuer sein
  • Sie passen zu den typischen Januarloch-Gerichten wie Spaghetti Bolognese
  • Frucht und Frische sind ihre Stärken
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Eva ZwahlenRedaktorin Wein

Im Piemont wachsen nicht nur aus der Sorte Nebbiolo gekelterte grossartige – und entsprechend kostspielige – Weine von Weltruf wie der edle Barolo und der vielschichtige Barbaresco, sondern auch einfachere Tropfen, die sehr viel Trinkgenuss bieten, ohne einen zu ruinieren.

So etwa aus Barbera vinifizierte Rotweine, intensiv in Farbe und Geschmack, verführerisch nach Pflaumen und Kirschen duftend, im Gaumen saftig und getragen von einer ausgeprägten Säure.

Die Volkstraube des Piemont

Die Barbera, bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, gehört zu den beliebtesten Rebsorten Italiens. Kein Wunder: Die sogenannte Volkstraube des Piemonts garantiert nicht nur regelmässigen Ertrag, sondern bietet auch eine Vielfalt von Weinstilen.

Vom unkomplizierten, fruchtigen Alltagswein bis hin zum beeindruckend komplexen Lagenwein ist alles vertreten. Für deutlich unter 20 Franken findet man sehr sympathische Tropfen, die herrlich zu Pasta und Pizza passen.

Der kleine Süsse

Eine weitere Kandidatin für erschwingliche Weine aus dem Piemont ist die Rebsorte Dolcetto. Der kleine Süsse – so die Übersetzung von Dolcetto – weist im Gegensatz zu Barbera sehr wenig Säure auf, ist aber kernig und alles andere als süss.

Die frühreife Sorte ergibt den Piemonteser Alltagswein schlechthin und gefällt mit strahlendem Rubinrot sowie charakteristischen Bittermandel- und Süssholznoten. Am besten werden Dolcetto-Weine in ihrer Jugend, im Alter von ein bis zwei Jahren, genossen.

Leicht gekühlt schmecken sie wunderbar zu Antipasti, zu Pasta mit Ragù oder zu grilliertem Fleisch. Kurz: Mit Barbera und Dolcetto lässt sich das Januarloch wunderbar überbrücken.

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