Frische Champignons sehen im Supermarkt noch schön weiss und fest aus. Ein paar Tage später können die Hüte bereits deutlich dunkler sein und die Pilze wirken feuchter oder sogar leicht schmierig. Ganz verhindern lässt sich dieser Prozess nicht. Es gibt aber einige Tricks, mit denen sich die Haltbarkeit verbessern lässt.
Warum werden Pilze braun?
Dass Pilze nach einiger Zeit dunkler werden, liegt unter anderem an einem natürlichen Oxidationsprozess. Sobald das Pilzgewebe mit Sauerstoff in Kontakt kommt, können Enzyme Bräunungsreaktionen auslösen. Auch Feuchtigkeit spielt eine Rolle. Liegen die Pilze in einer schlecht belüfteten Verpackung, sammelt sich Kondenswasser und sie verlieren schneller ihre feste Struktur. Deshalb sollten frische Pilze möglichst trocken und luftig gelagert werden.
Pfefferminzöl als ungewöhnlicher Trick
Ein möglicher Ansatz kommt aus der Forschung: In einer Studie wurde untersucht, ob Pfefferminzöl die Qualität von Champignons während der Lagerung beeinflussen kann. Die Pilze wurden dabei unter kontrollierten Bedingungen bei Kühlschranktemperatur gelagert. Dabei zeigte sich, dass Pfefferminzöl den Qualitätsverlust und die Braunfärbung der Pilze verlangsamen kann.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein paar Tropfen Pfefferminzöl im Kühlschrank automatisch denselben Effekt haben. Die Bedingungen einer Studie lassen sich zu Hause nur schwer exakt nachstellen.
So funktioniert der Trick zu Hause
Ganz einfach lässt sich der Trick aus der Studie zu Hause allerdings nicht nachmachen. Die Forschenden haben die Champignons nicht mit Pfefferminzöl beträufelt, sondern sie dessen Dämpfen ausgesetzt. Anschliessend wurden die Pilze bei 4 Grad gelagert.
Wer den Effekt ausprobieren möchte, sollte deshalb kein Pfefferminzöl direkt auf die Champignons geben. Auch Duftöle oder Öle für Diffuser sind dafür ungeeignet. Die Studie zeigt lediglich, dass Pfefferminzöl unter kontrollierten Bedingungen das Braunwerden und den Qualitätsverlust von Champignons verlangsamen kann. Eine konkrete Anwendung für den heimischen Kühlschrank wurde nicht untersucht.
So kannst du Pilze besser lagern
Für den Alltag braucht es deshalb nicht unbedingt einen komplizierten Trick. Viel wichtiger ist die richtige Lagerung.
- Pilze nicht luftdicht verpacken: Eine Papiertüte eignet sich besser als eine vollständig geschlossene Plastikverpackung. Sie kann überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.
- Pilze trocken halten: Champignons solltest du möglichst erst kurz vor der Zubereitung reinigen. Wasser kann die Oberfläche zusätzlich feucht machen.
- Nicht zu lange aufbewahren: Auch bei optimaler Lagerung sind frische Pilze kein Produkt für die Ewigkeit. Je frischer du sie verarbeitest, desto besser.
Vorsicht mit ätherischen Ölen
Pfefferminzöl ist nicht mit einem herkömmlichen Küchentrick wie Zitronensaft oder Essig vergleichbar. Die Untersuchung fand unter kontrollierten Bedingungen statt und liefert keine getestete Anleitung für den Einsatz im Haushalt. Duftöle für Diffuser oder Duftlampen gehören deshalb keinesfalls in die Nähe von Lebensmitteln.
Und noch wichtiger
Ein solcher Trick macht verdorbene Pilze nicht wieder geniessbar. Sind sie schleimig, riechen unangenehm oder zeigen deutliche Anzeichen von Verderb, gehören sie in den Abfall. Der einfachste Tipp bleibt deshalb: Pilze möglichst frisch kaufen, trocken und luftig im Kühlschrank lagern und zeitnah verarbeiten.
Dieser Artikel stammt vom polnischen Nachrichtenportal Fakt.pl, welches zu Ringier Medien gehört.