Darum gehts
- Athletic-Bilbao-Profi Yeray Alvarez wird monatelang gesperrt
- Dem 30-Jährigen wird ein Doping-Vergehen zum Verhängnis
- Obwohl die Uefa fehlende Absicht anerkennt, wird Sperre ausgesprochen
Zehn Monate lang muss Athletic Bilbao auf seinen Innenverteidiger Yeray Alvarez (30) verzichten. So lautet das endgültige Verdikt des zuständigen Disziplinargremiums der Uefa im Doping-Fall des spanischen Fussballers.
Alvarez war im vergangenen Mai im Rahmen des Europa-League-Halbfinals gegen Manchester United positiv auf die Substanz Canrenon getestet worden. Diese kann zur Verschleierung von Dopingmitteln verwendet werden und ist im Leistungssport deshalb verboten.
Einfach gestaltet sich der Fall jedoch nicht: Alvarez gibt an, die Substanz nicht absichtlich eingenommen zu haben. Stattdessen sei sie in einem Medikament seiner Partnerin gegen Haarausfall enthalten gewesen, welches der Verteidiger aufgrund seiner 2016 diagnostizierten Hodenkrebs-Erkrankung genutzt habe.
Fehlende Absicht von Uefa anerkannt
Die Uefa, welche für die Behandlung des Doping-Falls verantwortlich ist, schenkt dieser Erklärung Glauben und geht tatsächlich nicht von einer Absicht des Bilbao-Profis aus. Allerdings liege die Verantwortung zur Prüfung von möglicherweise verbotenen Mitteln immer beim Sportler selbst, weshalb der europäische Fussballverband trotzdem eine Sperre verhängt.
Diese fällt mit zehn Monaten aber relativ kurz aus, zudem läuft sie rückwirkend ab dem 2. Juni 2025. Damit ist Alvarez ab dem 2. April 2026 wieder spielberechtigt. Im Training mittun darf er bereits zwei Monate vor Ablauf der Sperre.
Alvarez akzeptiert dieses Strafmass wie schon die bis anhin gültige provisorische Sperre, wie sein Verein in einer Mitteilung schreibt. Schmerzen dürfte sie ihn trotzdem: In der vergangenen Saison war der Verteidiger, welcher schon seine ganze Profi-Karriere in Bilbao unter Vertrag steht, als Stammkraft gesetzt und hatte damit massgeblichen Anteil an der Champions-League-Qualifikation der Basken. In diesem Herbst wäre er deshalb vermutlich zu seinem Debüt in der Königsklasse gekommen.

