Darum gehts
- Polizei verhaftet Paar auf Teneriffa wegen Mordverdachts an deutschem Rentner
- Täter suchten Opfer über Dating-Apps und benutzten Bankdaten für Betrug
- 82-Jähriger nach schwerer Verletzung auf Gran Canaria gestorben
Ein 23-jähriger Mann und eine 43-jährige Frau sollen auf Teneriffa gezielt über Dating-Apps nach arglosen Opfern gesucht haben, um diese auszurauben. Das berichtet das Nachrichtenportal «t-online».
Die Masche? Die Männer wurden zu einem Treffen mit der vermeintlichen Traumfrau gelockt. Am Treffpunkt angekommen, folgte das böse Erwachen. Die Täter klauten den Männern das Smartphone. Dabei ging es ihnen aber nicht um das Gerät, sondern vielmehr um den Zugriff auf die Onlinebanking-Apps und andere digitale Finanzdienste.
Im Fall eines deutschen Rentners führten die Ermittlungen nach Playa del Inglés auf Gran Canaria. Überwachungskameras hielten fest, wie der 82-Jährige im März vor einem Apartmentkomplex auf seine vermeintliche Verabredung wartete.
Opfer stirbt im Spital
Kurz darauf verschwand er jedoch mit einem anderen im Gebäude. Beide verliessen dieses rund anderthalb Stunden später wieder. Gemäss den Ermittlern soll der jüngere Mann sein Opfer anschliessend draussen angegriffen und so schwer verletzt haben, dass dieses Wochen später im Spital starb, berichtet «t-online» weiter.
Der Obduktionsbericht ergab demnach, dass der 82-jährige Deutsche Opfer eines Tötungsdelikts geworden war. Der 23-Jährige wurde daraufhin verhaftet.
Berliner endete im Landwehrkanal
2025 mussten sich in Berlin drei junge Männer (18, 20 und 21) vor Gericht verantworten, nachdem sie einen 57-Jährigen über eine Dating-App in eine Falle gelockt, ausgeraubt und in den Landwehrkanal gestossen hatten. Das berichtete die «Zeit».
Die Angeklagten baten nach ihren Geständnissen um Entschuldigung. Ein Angeklagter erklärte, der Raub sei geplant gewesen. «Ein Sturz ins Wasser war aber nicht abgesprochen.»
Der Tinder-Mörder
In den Niederlanden machte 2022 der Fall des sogenannten Tinder-Mörders Schlagzeilen. Die amerikanische Studentin Mieke Oort hatte ihren späteren Mörder über Tinder kennengelernt. Nachdem der Kontakt zwischen den beiden abgekühlt war, drang der Mann in ihre Studentenwohnung ein und erstach die junge Frau, wie die «NLTimes» berichtete.
Der Mann hatte den Angaben zufolge eine obsessive Fixierung auf die Studentin entwickelt. Er wurde zu 15 Jahren Haft und einer psychiatrischen Behandlungsmassnahme verurteilt.
Der Goldküsten-Mörder
In einer Drogennacht im Winter 2014 tötete B. V.* (41), der Sohn einer ungarisch-deutschen Galeristenfamilie, seinen Freund Alex (†23) in der Villa seiner Eltern in Küsnacht ZH auf besonders brutale Weise.
Nach seiner Haftentlassung sorgte der Fall 2025 erneut für Schlagzeilen. Denn: Der Mann war auf mehreren Dating-Plattformen aktiv. Laut dem «Tages-Anzeiger» berichteten gleich mehrere Frauen von verstörenden und einschüchternden Begegnungen mit dem «Goldküsten-Mörder».
* Name bekannt