Frugalismus: Sparen extrem
Radikale Spar-Regeln für finanzielle Freiheit

Minimalismus extrem: Drei Frauen in einer WG sparen mit strikten Regeln, zum Beispiel, indem sie sich ein einziges Badetuch teilen. Ihre «Frugal WG» geht auf Social Media viral. Ihr Zweck: möglichst früh finanzielle Unabhängigkeit erreichen.
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Um Strom und Wasser zu sparen, duschen die Bewohnerinnen maximal dreimal pro Woche und teilen sich ein Badetuch.
Foto: kiki frugal wg life / Tik Tok

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei Frauen in Frugal-WG sparen radikal mit minimalistischem Lebensstil
  • Maximal dreimal duschen pro Woche, ein Badetuch für alle, Listenführung
  • Frugalismus-Ziel: Früh finanzielle Unabhängigkeit, Konzept «Fire» etabliert

Gerade geht eine Frauen-WG auf Social Media viral: die Frugal-WG. In einem Video erklärt eine der Bewohnerinnen, wie die drei mit einem möglichst sparsamen Lebensstil Geld sparen. Dabei geht es nicht nur darum, beim Einkaufen auf den Preis zu achten. Das Trio hat seinen gesamten Alltag darauf ausgerichtet, möglichst wenig Geld auszugeben und Ressourcen zu verbrauchen.

Dazu gehört unter anderem, dass sie maximal dreimal pro Woche duschen, sich ein einziges Badetuch teilen und pro Person nur ein Besteckset besitzen – also je eine Gabel, einen Suppenlöffel und ein Messer. Was für viele nach ungewöhnlichen Einschränkungen klingt, gehört für die Bewohnerinnen zum Konzept ihres Zusammenlebens.

Belohnungen fürs Einhalten der Sparmassnahmen

Auch beim Stromverbrauch gelten strenge Regeln: Die Handys dürfen nur zu festgelegten Zeiten und jeweils maximal zwei Stunden geladen werden. Die Frauen führen Listen über ihr Verhalten und halten fest, wie konsequent sie ihre Sparregeln einhalten. Wer es beispielsweise schafft, einmal nicht zu duschen oder das Handy nicht aufzuladen, wird dafür belohnt.

Die Belohnungen können zusätzliche Ladezeit fürs Handy oder herkömmliches Duschgel bei der nächsten Dusche sein. Normalerweise verwenden die drei Frauen nämlich selbst gemachtes Duschgel. Auch beim Einkaufen gilt: Es wird nur das Nötigste gekauft. Gönnen sie sich trotzdem einmal etwas – etwa ein Ferrero-Rocher-Schöggeli –, wird dieses solidarisch durch drei geteilt. Selbst kleine Extras werden damit zu etwas, das die drei bewusst gemeinsam konsumieren.

Für Besucherinnen und Besucher hat die Frugal WG eine kleine Spenderschale, in die die Besuchenden Geld für die verbrauchten Ressourcen spenden können.

Möglichst frühe Pensionierung

Hinter dem ungewöhnlichen Alltag steckt das Prinzip des Frugalismus. Der Begriff leitet sich vom englischen «frugal» ab, was so viel wie sparsam oder genügsam bedeutet. Frugalistinnen und Frugalisten versuchen, ihre Ausgaben bewusst niedrig zu halten und sich beim Konsum auf das zu beschränken, was sie tatsächlich brauchen. Das gesparte Geld soll nicht einfach auf dem Konto liegen bleiben, sondern möglichst früh investiert werden.

Dabei geht es also um mehr als ums Sparen im Alltag. Die Idee dahinter ist, die eigenen Fixkosten tief zu halten und gleichzeitig einen möglichst grossen Teil des Einkommens zurückzulegen und anzulegen. Wer früh beginnt und über viele Jahre investiert, kann sein Vermögen dadurch Schritt für Schritt vergrössern. Der Lebensstil wird damit zu einer Strategie für die langfristige finanzielle Planung.

Das Ziel ist für viele Frugalistinnen und Frugalisten die finanzielle Unabhängigkeit. Sie wollen möglichst früh genügend Vermögen aufbauen, um später nicht mehr auf ein Erwerbseinkommen angewiesen zu sein. Dafür steht auch das Kürzel «Fire»: «Financial Independence, Retire Early». 

Die Frugal WG treibt dieses Prinzip im Alltag auf die Spitze: Duschen, Handy laden, einkaufen oder sich eine kleine Süssigkeit gönnen – selbst scheinbar nebensächliche Entscheidungen werden Teil der Sparstrategie. Was für die einen nach Verzicht aussieht, verstehen die Bewohnerinnen als Mittel zu einem grösseren Ziel: heute weniger ausgeben, um später mehr finanzielle Freiheit zu haben.

Die Anzahl ihrer Follower auf Social Media wächst stetig – auch wenn sich nicht alle sicher sind, ob hinter der strikten Frugalität nicht doch ein bisschen Show steckt. Das weiss nur die «Frugal WG» selbst. 

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