Diese Aussage bringt Musk gegen das ZDF auf
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Ausschnitt zeigt:Diese Aussage bringt Musk gegen das ZDF auf

Zu «Jagd auf Migranten» aufgerufen
Musk droht ZDF mit Klage – Sender rudert zurück

Elon Musk (54) zieht gegen das ZDF zu Felde. Der reichste Mann der Welt wirft dem öffentlich-rechtlichen Sender «ungeheuerliche Lügen» vor und kündigt auf seiner Plattform X rechtliche Schritte an – und setzt eine Deadline.
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«Ungeheuerliche Lügen»: Elon Musk leitet rechtliche Schritte gegen das ZDF ein.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Elon Musk klagt gegen ZDF wegen angeblicher Aufrufe zu rassistischer Gewalt
  • Musk verbreitete Tweet eines Rechtsextremen, rief aber nicht zur Gewalt auf
  • ZDF änderte Video und entfernte die fragliche Stelle
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Thomas BenköJournalist & AI Innovation Lead

Auslöser ist die Berichterstattung über die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Nordirland. Am Montag, 9. Juni 2026, griff ein sudanesischer Asylsuchender in Belfast einen Einheimischen mit einem Messer an und verletzte ihn schwer – laut Berichten wollte der Täter das Opfer gar köpfen. Ein Video der Tat ging viral.

In der Nachrichtensendung «heute» hatte die Moderatorin von einem «rassistischen Mob» gesprochen, der «Jagd auf Migranten» gemacht habe – aufgerufen dazu hätten unter anderem ein britischer Rechtsextremist und «Tech-Milliardär Elon Musk».

Kritik kam prompt, und nicht nur von Musk: Auch ein NDR-Redaktor nannte die Formulierung «völlig inakzeptabel», es sei nicht belegt, dass Musk zu den Gewalttaten aufgerufen habe. 

Das ZDF reagierte defensiv. Die verwendete Formulierung sei «unpräzise und dadurch missverständlich» gewesen, heisst es in einem Schreiben des Senders. Der beanstandete Beitrag bleibt online, allerdings gekürzt – versehen mit einem Hinweis.

«Nur wenn wir immer wieder und lautstark protestieren, wird sich etwas ändern»

Eine Recherche von Blick zeigt, dass es tatsächlich keine Tweets gegeben hat, in denen Musk explizit zur Jagd auf Ausländer aufgerufen hat. Was Musk aber gemacht hat, ist, einen Tweet des rechtspopulistischen britischen Aktivisten Tommy Robinson weiter zu verbreiten, der zu Demos aufgerufen hat. Dort steht: «Only by protesting REPEATEDLY and LOUDLY will there be any change!!» (Deutsch: «Nur wenn wir immer wieder und lautstark protestieren, wird sich etwas ändern!!»).

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Ein Unschuldslamm ist Musk aber auch nicht. Sogar sein AI-Chatbot Grok sagt: «Musk hat die Wut angeheizt und Proteste gefordert, aber nicht zu vigilanten Jagdaktionen oder Gewalt aufgerufen.» Immerhin hat «Megafon» Musk über 240 Millionen Follower auf Twitter.

Nun schaltet Musk also die Justiz ein: «Wegen seiner ungeheuerlichen Lügen werden rechtliche Schritte gegen das ZDF eingeleitet», twitterte er am Montag.

ZDF bekommt Frist bis Donnerstag, 16 Uhr

Sein Anwalt Joachim Steinhöfel hat den Sender mittlerweile abgemahnt und mit einer Unterlassungserklärung eingedeckt, wie das Portal «Welt» am Dienstag schreibt. Darin steht: «Die Behauptung, unser Mandant habe zu einer ‹Jagd auf Migranten› durch einen ‹rassistischen Mob› aufgerufen, ist offensichtlich unwahr.» Zudem verstosse der Bericht gegen journalistische Grundsätze. Das ZDF habe bis am Donnerstag 16 Uhr Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Sonst werde Anwalt Steinhöfel Musk «unverzügliche Einleitung gerichtlicher Schritte» empfehlen.

Auf seiner Korrekturseite im Netz hat das ZDF am Dienstagmittag folgende Meldung publiziert: «Wir bestätigen, dass Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung ZDFheute live vom 12. Juni mit dem Titel ‹Ausschreitungen in Belfast - Wie Musk die Proteste befeuert› gefordert hat. Das ZDF hat diese abgegeben und die fragliche Passage in der Anmoderation entfernt. Bereits am Samstag hatte das ZDF die Sendung mit einem korrigierenden Transparenzhinweis versehen.»

Ob Musk nun von einer Klage absieht, ist offen.

ZDF leistete sich bereits KI-Fail

Es ist nicht der erste Patzer des ZDF. Im Februar entdeckten aufmerksame Zuschauer, dass das «Heute Journal» bei einem Bericht über die Einwanderungsbehörde ICE eine KI-generierte Videoszene in einen Bericht eingebaut hatte. Die Büroleiterin in den USA wurde danach von ihrem Posten abgezogen. Kritiker monieren, dass zwar Fehler passieren können, diese Fehler aber immer dieselbe politische Schlagseite hätten.

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