«Grösster Umbau seit 2007»
Teuerstes iPhone aller Zeiten?

Aufgeklappt wird daraus ein kleines iPad, zusammengelegt passt es in den Hosensack: Apples erstes Falt-iPhone soll im September kommen. Beim Preis dürfte der Hersteller neue Massstäbe setzen.
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Huch! Das faltbare iPhone? Nein, das iPhone Air von 2025 trifft sein Spiegelbild. Das echte Falt-iPhone dürfte tatsächlich deutlich anders aussehen.
Foto: Tobias Bolzern

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Apples Falt-iPhone soll im September kommen – für über 2000 Dollar
  • Neues Leak zeigt: Aufgeklappt wird es fast so gross wie ein iPad Mini
  • Der bisherige Hardware-Chef John Ternus wird neuer CEO bei Apple
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Ein pinker Plastikklotz, mehr breit als hoch, zwei Kameras. So zeigt der Leaker Sonny Dickson im Netz einen Dummy, an dem man in Cupertino seit Jahren tüftelt. Das Exemplar soll Apples faltbares iPhone zeigen – das erste. Der «Bloomberg»-Journalist Mark Gurman nennt es «den grössten Umbau in der Geschichte des iPhones».

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Zugeklappt soll der Bildschirm rund 5,5 Zoll messen. Aufgeklappt wächst er dann auf 7,8 Zoll in einem 4:3-Format. Stimmen diese Prognosen, könnte sich das Falt-iPhone dem iPad Mini (8,3 Zoll) annähern. Geöffnet soll das Falthandy nur 4,5 Millimeter dünn sein, dünner als das iPhone Air mit 5,64 Millimetern. Samsungs Galaxy Z Fold 7 ist mit 4,2 noch dünner.

iPhone Fold, Ultra, X?

Das Format ist Apples Bruch mit der Konkurrenz. Samsung und Google bauen ihre Falthandys eher schmal und hoch: aufgeklappt entsteht ein längliches Rechteck. Apple geht den umgekehrten Weg. Aufgeklappt ist das iPhone – laut Gerüchten – breiter als hoch, also wie ein quergehaltenes iPad Mini. Samsung soll laut Insidern ebenfalls an einer breiteren Fold-Variante arbeiten. Apple wäre also nicht lange allein mit dieser Idee.

Wie Apple das Gerät nennen wird, ist unklar. In den Leaks heisst es bisher iPhone Fold. Aber Samsung verkauft sein Galaxy Z Fold seit 2019. Apple wird sich hier deutlich abgrenzen wollen. Ein Insider tippt auf «iPhone Ultra» – gut möglich aber, dass es ein ganz anderer Name wird. 

Ein teurer iPhone-Spass

Face ID – also das Entsperren mit Gesicht – soll es nicht geben im Falt-iPhone. Im dünnen Front-Panel fehlt der Platz für die Sensoren. Stattdessen kommt Touch ID im Einschaltknopf zurück, sind sich die Insider einig. Geleakte Schutzhüllen mit magnetischer Aussparung deuten zudem auf Magsafe hin.

Billig wird das Falt-iPhone nicht. Apple-Analyst Ming-Chi Kuo erwartet einen Preis von bis zu 2500 Dollar. «Bloomberg» spricht von einem Bereich von 2000 bis 2500 Dollar. Analysten der UBS rechneten 2025 damit, dass das Gerät zwischen 1800 und 2000 Dollar kosten wird. Eine spekulative Preisliste, die kursiert, nennt drei Preisvarianten: 256 GB für 2320 Dollar, 512 GB für 2610, und ein Terabyte für 2900 Dollar. Damit würde das Falt-iPhone fast doppelt so viel kosten wie aktuell das vergleichbare iPhone 17 Pro Max. Bestätigt ist bisher davon nichts. Teuer ist die Falt-Kategorie ohnehin: Samsungs erstes Falthandy, das Galaxy Fold, kam 2019 in der Schweiz für 2050 Franken in den Verkauf. Heute gibt es das Z Fold 7 aber schon ab rund 1300 Franken.

Neues Handy, neuer CEO

Klar hingegen ist, wer das neue Gerät enthüllen wird. Am 1. September wechselt die Apple-Spitze. Tim Cook tritt zurück. Der bisherige Hardware-Chef John Ternus übernimmt. Ob Gerät überhaupt rechtzeitig fertig wird, ist die nächste offene Frage. Am 7. April berichtete «Nikkei Asia» über Probleme bei der Vorserie. «Bloomberg» konterte am gleichen Tag: Verkaufsstart «ungefähr zur gleichen Zeit oder kurz nach» den iPhone-18-Pro-Modellen. Ein Vorbild gibt es: Das iPhone X stellte Apple 2017 ebenfalls im September vor, in den Läden lag es erst Anfang November. Laut dem taiwanesischen Branchenmagazin «Digitimes» verschob Apple die Massenproduktion von Juni auf August. Die Stückzahlen dürften zum Verkaufsstart wohl knapp bleiben. Kuo rechnet mit Engpässen bis 2027.

iPhone: Drei Jahre, sieben Modelle

Das Falt-iPhone ist Teil eines grösseren Plans. Bis Herbst 2027 will Apple sieben iPhone-Modelle anbieten statt heute fünf, schreibt das Tech-Magazin «The Information». Schritt eins kam bereits letztes Jahr: das schlanke iPhone Air und überarbeitete Pro-Modelle. Schritt zwei ist das Falt-iPhone. Schritt drei kommt 2027, zum 20. Geburtstag des iPhone: mit gebogenem Glas und einem Display ohne schwarze Ränder. Im Frühling 2027 soll Apple zudem das Standard-iPhone vom Herbst in den Frühling schieben. Daneben kommen ein neues iPhone Air und das Budget-Modell iPhone 18e. Das 17e erschien im März 2026.

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