Apple Airpods Max 2
500 Franken auf den Ohren – lohnt sich das?

Fünf Jahre haben Apple-Fans auf ein echtes Update der Airpods Max gewartet. Jetzt ist es da – und von aussen nicht zu erkennen. Was der neue Chip im Innern taugt, zeigt der Test.
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Ab April gibt es die Airpods Max 2 von Apple zu kaufen. Blick hat sie getestet.
Foto: Tobias Bolzern

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Apple verbaut erstmals den H2-Chip in seinen Over-Ear-Kopfhörern
  • Die Geräuschunterdrückung legt ein wenig zu, das Design bleibt gleich
  • Für 499 Franken stellt sich die Frage: Wer soll die Kopfhörer kaufen?
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Für 579 Franken gibt es bei Apple heutzutage ein ganzes Notebook. Die Airpods Max 2 verkauft der Hersteller für 499 Franken. Kopfhörer, wohlgemerkt. Gute Kopfhörer, aber von aussen nicht von ihrem bald sechs Jahre alten Vorgänger zu unterscheiden. Aluminiummuscheln, Edelstahlbügel, das Netzgewebe auf dem Kopf: alles identisch mit dem Modell von 2020. Sogar das Handtäschchen für die Kopfhörer bleibt gleich. Neu ist, was man nicht sieht.

Apple tauscht den betagten H1-Chip gegen den neueren H2. Es ist der gleiche Chip, der seit 2022 in den Airpods Pro steckt. Der Chip bringt einen ganzen Strauss an Funktionen mit, die Max-Besitzer bisher nur neidisch bei den Pro-Stöpseln beobachten konnten. Adaptives Audio blendet die Umgebungsgeräusche je nach Situation ein und aus. Spricht jemand mit dir, senken sie die Lautstärke der Musik. Fährt ein Bus vorbei, blenden sie den Lärm kurz ein. Im Büro oder auf dem Trottoir spart das den ständigen Griff zur Taste. Und ruft jemand an, kann man mit einem Kopfnicken rangehen.

Apples Schwergewicht

Auch die Geräuschunterdrückung profitiert. Apple verspricht 1,5-mal besseres Active Noise Cancelling (ANC). Verkehrslärm, Zugrattern, Baustellen: Die Max 2 schlucken mehr als die Vorgänger, man muss allerdings gut hinhören.

Beim Sound schraubt man an Details. Ein neuer Verstärker mit «grösserem Dynamikbereich» sorgt für kontrolliertere Bässe und präsentere Stimmen. Im Stereobetrieb über Bluetooth fällt dieser Unterschied subtil aus. Wer verlustfreien Sound will, schliesst das mitgelieferte USB-C-Kabel an. Dann liefert der Max Lossless-Qualität (bis zu 24 Bit bei 48 kHz). Deutlich verbessert hat der Hersteller die Mikrofonqualität bei Calls: Es klingt nun weniger metallisch und allgemein natürlicher.

Auch beim Gewicht ist der Name Programm: 386,2 Gramm wiegen Apples Kopfhörer. Zum Vergleich: Die WH-1000XM6 von Sony bringen 254 Gramm auf die Waage. Das spürt man auf dem Kopf. Der Netzbügel verteilt das Gewicht aber clever, es bleibt darum bei längeren Zugfahrten bequem. Leute, die bereits mit den Vorgängern zu kämpfen hatten und sie unbequem fanden, werden wohl auch mit dem neuen Modell Mühe haben. Zusammenklappen lassen sich auch die neuen Max-Kopfhörer nicht. Im Rucksack brauchen sie viel Platz. Das sollte man einberechnen, wenn man sie nicht 24/7 auf den Ohren haben will.

Fazit des Tests

Die Max 2 spielen ihre Stärken im Apple-Ökosystem aus. Das Wechseln zwischen iPhone, iPad und Mac funktioniert. Die digitale Krone löst Fotos auf dem gekoppelten iPhone aus. Wer tief im Apple-Universum steckt und noch keine Max besitzt, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Geliefert werden sie ab April. Ohne ein iPhone, iPad und Mac verlieren die Kopfhörer einen guten Teil ihrer Tricks. Zahlreiche Konkurrenten bieten zudem heute ausdauernde, günstige und faltbare Alternativen. Bleibt noch die Frage, warum Apple so lange brauchte für das Update. Den H2-Chip lancierte der Hersteller 2022. Die Funktionen, die er mitbringt, hätten schon beim USB-Refresh 2024 auf die grossen Muscheln gekonnt. Stattdessen tauschte der Hersteller nur den Anschluss, weil die EU es verlangte. Wer bereits Max besitzt, kann warten. Die Geduld gehört bei den grossen Apple-Kopfhörern für Fans zum Lieferumfang.

Transparenz bei Blick

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

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