Darum gehts
- Samsung lanciert die neue Z8-Serie gleich mit drei Falthandys
- Das Fold 8 Ultra hat eine 200-Megapixel-Kamera und ein Titan-Display
- Die neuen KI-Automationen laufen nur in den USA und in Südkorea
Aufgeklappt ist Samsungs neues Spitzenmodell nur 4,1 Millimeter dick. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist das dünnste Fold, das der südkoreanische Konzern bisher im Angebot hat. Das Gerät führt die neue Z8-Serie an. Erstmals lanciert Samsung drei Faltmodelle aufs Mal: Fold 8 Ultra, Fold 8 und Flip 8. Samsungs Logik dahinter: ein Falthandy fürs Business, eins für Serienfans, eins für den Auftritt.
Mit Titan gegen Falte
Beim Ultra dreht sich alles um Leistung. Die Hauptkamera löst wie beim Vorgänger mit 200 Megapixeln auf, schiesst HDR-Fotos aber neu in voller Auflösung. Aufgerüstet hat Samsung den Ultraweitwinkel: 50 statt 12 Megapixel, gut das Vierfache. Der Innenbildschirm misst 8 Zoll, fast so viel wie ein kleines Tablet. Den Takt gibt Qualcomms Topchip Snapdragon 8 Elite Gen 5 an. Der Akku fasst 5000 mAh und lädt mit 45 Watt: In 30 Minuten soll er zu 67 Prozent voll sein, verspricht der Hersteller.
Dass so viel Kapazität ins flache Gehäuse passt, liegt an neuer Akkutechnik: Silizium-Karbon. Silizium im Minuspol speichert mehr Energie als Graphit bisher, galt aber als heikel – die Konkurrenten Honor und Xiaomi verbauen es trotzdem seit zwei Jahren. Wenn jetzt der Marktführer nachzieht, heisst das: Die Technik ist im Mainstream angekommen.
Dünn wird das Gerät auch durchs Display. Samsung ersetzt die Kunststofffolie hinter dem Bildschirm durch Titan. Die neue Folie ist laut Samsung dünner als ein Drittel eines menschlichen Haares, aber 20-mal steifer. Nebenbei soll sie die Sichtbarkeit der berüchtigten Falte in der Bildschirmmitte reduzieren. Ganz verschwunden ist sie aber nicht.
Fold für Serienfans
Die gleiche Titantechnik steckt auch im Galaxy Z Fold 8. Dort spart sie rund 15 Gramm Gewicht: 201 Gramm bringt das Gerät nun auf die Waage. Samsung zielt damit auf Leute, die auf dem Handy vor allem streamen, gamen und lesen. Denn der 7,6-Zoll-Bildschirm nutzt das 4:3-Format. Quer bleibt bei Videos weniger schwarzer Rand, hochkant liest es sich fast wie ein kleiner E-Reader.
Zugeklappt bedient man den 5,5-Zoll-Aussenbildschirm dann im gewohnten Handyformat. Dazu kommen zwei 50-Megapixel-Kameras. Der 4800-mAh-Akku soll bis zu 26 Stunden Video durchhalten, verspricht der Hersteller.
Dünnstes Flip aller Zeiten
Ebenfalls ein wenig abgespeckt hat das dritte Modell. Das Galaxy Z Flip 8 wiegt 180 Gramm und misst 6,1 Millimeter, so schlank war bisher noch kein Flip. Vieles läuft neu direkt auf dem Aussenbildschirm: Apps, Benachrichtigungen, ein Spiegelmodus für den Outfit-Check. Aufklappen? Oft nicht mehr nötig. Das zielt auf Leute, die kleine Smartphones vermissen. Die 50-Megapixel-Kamera schiesst Selfies direkt über den Aussenbildschirm, ein Stativ ersetzt das halb aufgeklappte Gehäuse gleich mit.
Umzug per QR-Code
Was alle drei teilen: Googles KI Gemini. Sie soll auf Zuruf Aufgaben in 49 Apps erledigen, wie etwa Restaurants reservieren. Die weitreichendsten Automationen starten allerdings zuerst in den USA und in Südkorea. Handfester ist eine andere Neuerung: Wer vom iPhone wechselt, zügelt seine Daten neu per QR-Code, inklusive E-SIM und Passwörtern. Die Dateifreigabe Quick Share versteht sich jetzt mit Apples Airdrop, in beide Richtungen. Alle drei Modelle gibt es in Graphit und Creme, dazu je zwei Exklusivfarben.
Vorbestellen lassen sie sich ab sofort. Das Fold 8 Ultra gibt es ab 1899 Franken, gleich viel wie letztes Jahr das Fold 7. Das Flip 8 startet bei 1149 Franken, ebenfalls zum Vorjahrespreis. Dazwischen schiebt Samsung jetzt das Fold 8 ab 1729 Franken.