«Computer fürs KI-Zeitalter»
OpenAI baut Gerät, das sich von selbst bewegt

OpenAI baut sein erstes Gerät: einen smarten Lautsprecher ohne Bildschirm, der laut Medienberichten wie ein Kumpel wirken soll. Doch bevor er in die Läden kommt, muss die ChatGPT-Firma eine Klage von Apple überstehen.
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ChatGPT bekommt einen «Körper»: OpenAI plant laut «Bloomberg» einen smarten Lautsprecher, der wie ein KI-Begleiter agieren soll.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • OpenAI plant als erstes Gerät einen Lautsprecher mit Kamera und Akku
  • Das Gerät soll eine Persönlichkeit haben und sich selbständig bewegen
  • Jüngst klagte Apple gegen OpenAI und will den Verkauf stoppen
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Kein Bildschirm, dafür Kamera und Mikrofone. Und mechanische Teile, die sich von selbst bewegen, als wäre das Ding lebendig. So beschreibt «Bloomberg» das erste KI-Gadget von OpenAI.

Die ChatGPT-Firma plant demnach einen smarten Lautsprecher für die eigenen vier Wände. Das Gerät soll Fragen beantworten, Musik abspielen, Nachrichten diktieren und Lampen, Heizung oder den Staubsauger steuern können. Intern spricht OpenAI angeblich von einem «Computer für das KI-Zeitalter».

Gadget als KI-Kumpel

Das wichtigste Merkmal: eine «Persönlichkeit». Der Lautsprecher soll den Besitzer mit der Zeit immer besser kennenlernen, Bedürfnisse voraussehen und von sich aus Informationen liefern. Dafür greift er auch auf persönliche Daten wie E-Mails zu. Kamera und Sensoren erfassen, was um ihn herum passiert. Dank Akku wandert das Gerät mit: in die Waschküche, in die Stube, ins Schlafzimmer.

Die Stimme liefert GPT-Live, der neue Sprachmodus von ChatGPT. Er hört zu und spricht gleichzeitig. Das Gerät soll sich anfühlen wie eine physische Manifestation des KI-Chatbots, schreibt «Bloomberg». Hinter dem Design steht Star-Designer Jony Ive, der bei Apple einst das iPhone mitformte. OpenAI kaufte sein Start-up io im Mai 2025 für 6,5 Milliarden Dollar.

Apple verklagt OpenAI

Doch OpenAI hat ein Problem. Apple arbeitet laut Gerüchten selbst an einem smarten Display mit Roboterarm. Vergangene Woche verklagte Apple OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. Über 400 ehemalige Apple-Angestellte arbeiten laut Klageschrift heute bei OpenAI – darunter Hardware-Chef Tang Tan, früher zuständig für das Produktdesign von iPhone und Apple Watch. Er ist persönlich mitverklagt. Apple verlangt vom Gericht, dass OpenAI seine Technologie nicht weiter nutzt. Das könnte die Hardware-Pläne stoppen. Laut «Bloomberg»-Quellen sieht OpenAI das gelassen: Der neue Lautsprecher unterscheide sich deutlich von allem, was Apple verkauft. Offiziell erklärt die Firma, man kenne «keine Beweise, dass die Klage begründet ist».

Verkauf wohl erst 2027

Zeigen will OpenAI das Gerät noch dieses Jahr, verkaufen ab 2027 – falls die Justiz nicht bremst. Die Firma entwickelt laut «Bloomberg» noch weitere Geräte, darunter Kopfhörer, Wearables und langfristig einen Smartphone-Ersatz.

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