Gipfel von digitalswitzerland
Schweiz macht bei KI vorwärts – mit erstem nationalen Aktionsplan

Am Digital Gipfel 2026 in Andermatt UR haben Bund und digitalswitzerland den «AI Action Plan for Switzerland» auf den Weg gebracht. Der Aktionsplan soll die digitale Zukunft des Landes mitgestalten. Und die Schweiz in Sachen künstlicher Intelligenz vorwärtsbringen.
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Das Führungsduo von digitalswitzerland: Präsident Andreas Meyer und CEO Franziska Barmettler.
Foto: DAVID BIEDERT

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 89 Prozent von 604 Schweizer Firmen nutzen laut EY-Studie KI-Lösungen
  • Schweiz lanciert nationalen «AI Action Plan» am Digital-Gipfel in Andermatt
  • Globaler KI-Gipfel für Juni 2027 in Genf angekündigt, organisiert vom Bund
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Künstliche Intelligenz hat sich in der Schweizer Wirtschaftswelt etabliert. Vor kurzer Zeit noch ein vages Zukunftsthema, haben sich KI-Anwendungen zum festen Bestandteil in hiesigen Firmen entwickelt. 89 Prozent von 604 befragten Schweizer Unternehmen gaben gegenüber dem Beratungsunternehmen EY an, bereits KI-Lösungen im beruflichen Alltag zu nutzen. 

Gleichzeitig zeigt die EY-Umfrage, dass viele Organisationen noch am Anfang stehen, wenn es um die systematische Skalierung und strategische Verankerung von künstlicher Intelligenz geht. Genau da knüpft der Schweizer Digital Gipfel 2026 von digitalswitzerland in Andermatt UR an. Am zweitägigen Event diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Technologie darüber, wie sich die Schweiz im internationalen KI-Wettbewerb positionieren soll. Präsentiert wurde dabei erstmals der «AI Action Plan for Switzerland» – ein nationaler Aktionsplan, der die digitale Zukunft des Landes mitgestalten soll.

Eigener Weg zwischen USA und EU

Das Projekt ins Leben gerufen haben digitalswitzerland und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Das grosse Ziel: Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sollen gemeinsam konkrete Massnahmen für den KI-Standort Schweiz definieren. Zentrale Themen dabei sind Forschung, Bildung, Infrastruktur, Datenzugang und Governance. Am Aktionsplan beteiligt sind neben Behörden und Hochschulen auch Unternehmen, Verbände und Technologieanbieter.

Der Zeitpunkt zur Lancierung des Aktionsplans ist bewusst gewählt. Weltweit investieren die Wirtschaftsnationen Milliarden in künstliche Intelligenz. Auf der einen Seite dominieren die USA den KI-Markt mit ihren Tech-Riesen wie Google, Microsoft, OpenAI oder Anthropic. Auf der anderen Seite treibt die EU mit ihrem AI Act vor allem die Regulierung voran. Zwischen diesen Polen will die Schweiz nun ihren eigenen Weg finden.

Globaler KI-Gipfel 2027 in Genf

Eine wichtige Frage, der sich der «AI Action Plan for Switzerland» widmet, ist «die nach der digitalen Souveränität», betont Ex-SBB-CEO Andreas Meyer, heute Präsident der Standort-Initiative digitalswitzerland. Die meisten KI-Tools in der Schweiz bauen aktuell auf ausländischen, oft amerikanischen Modellen und Infrastrukturen. Deshalb liefert das Papier Denkanstösse für nationale Rechenzentren, sichere Datenplattformen und Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Bildung. Gleichzeitig arbeitet der Bund an regulatorischen Grundlagen für künstliche Intelligenz – ohne damit Innovation auszubremsen, was Bundesrat Albert Rösti ein zentrales Anliegen ist. 

Der Aktionsplan ist kein starres Strategiepapier, sondern vielmehr der Beginn eines laufenden Prozesses. Dieser sieht auch einen globalen KI-Gipfel vor, der im Juni 2027 in Genf stattfinden wird. Der Gipfel wird vom Bund organisiert. digitalswitzerland zusammen mit relevanten Akteuren begleitet diesen für die Schweiz so zentralen Auftritt. Es sind hochrangige Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung geplant. Und der Gipfel soll Genf als Standort für vertrauenswürdige KI und internationale Zusammenarbeit etablieren.

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